Parallelimporte: ein Ausblick
Nationale Preisunterschiede und Währungsschwankungen lassen den internationalen Handel mit Arzneimitteln in Europa seit Mitte 2009 weiter ansteigen. Deutschland ist der mit Abstand größte Importmarkt mit einem Volumen von über 3 Mrd. EUR (zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers) und einem Wachstum von 13% in 2010. Parallelimporte (PI) von pharmazeutischen Produkten nach Deutschland werden aus unterschiedlichen Ländern gespeist, ehemals vor allem aus südeuropäischen Ländern, seit der Schwäche des britischen Pfunds verstärkt auch aus Großbritannien. Da das Wachstum der Parallelimporte sich in Deutschland in schnell wachsenden Spezialmärkten vollzieht und deutsche Ärzte in ihren Verordnungen heute fest auf Parallelimporte bauen, geht IMS HEALTH davon aus, dass der europäische Handel mit Arzneimitteln weiter wachsen wird. Dem deutschen Gesundheitsmarkt werden - trotz AMNOG - hohe Importquoten erhalten bleiben.