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Gesundheitspolitik: Firmen verhandeln - Ärzte behandeln

Realorientierung macht sich breit, zumindest bei der Pharmaindustrie. Während die Ärzte protestieren, weil die Berliner Sparwelle erwartungsgemäß auch sie erreicht hat, hat der Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa), die bitteren Pillen des AMNOG zwangsweise geschluckt und wirbt im Ausgleich für eine Deregulierung des Arzneimittelmarkts.


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Gesundheitspolitik: „Aufgebracht und kämpferisch“

Schon bevor der endgültige Entwurf des Bundeskabinetts zum Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) überhaupt beschlossen war, bliesen die Apothekerverbände zum Gegenangriff. Und auch auch die Tatsache, dass die ursprünglich diskutierte Anhebung des Kassenabschlags dann im Gesetzentwurf nicht mehr enthalten war, konnte die Apothekerfunktionäre nicht besänftigen. Fritz Becker beispielsweise, der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbands (DAV) und Präsident des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg, spricht von einem „Verrat auf der ganzen Linie", das Bundeskabinett mache die Apotheker zu „Melkkühen des Gesundheitswesens". Auch der Großhandel ist nicht zufrieden mit dem Gesetzentwurf, zieht aber eine leisere Form der Interessenvertretung vor.


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Gesundheitspolitik: Standpunkte der verschiedenen Verbände zum AMNOG

- Gemeinsamer Vorschlag zur Weiterentwicklung des Festbetragssystems

- Position des vfa

- Position des BPI

- Position des SpiBu

- Position (Pro) Generika


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Gesundheitspolitik: Auch Morgen Noch Ohne Geld

Es sei ohne Zweifel schon jetzt und noch mehr für die Zukunft erkennbar, dass der GKV-Arzneimittelmarkt für alle Beteiligten planbar und transparent reguliert werden müsse, schreiben Prof. Dr. Gerd Glaeske und sein Team bei der Vorstellung des BARMER GEK-Arzneimittel-Reports 2010 der Politik ins Stammbuch. Diese Neuregelung müsse der Strategie folgen, dort, wo es möglich sei, eine möglichst preisgünstige Arzneimittelversorgung anzubieten, um dort, wo es notwendig sei, auch einen „Headroom for Innovation" garantieren zu können, was Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler schon gelöst haben will: „Mit dem Gesetzentwurf haben wir grundlegende strukturelle Änderungen im Arzneimittelmarkt auf den Weg gebracht und gleichzeitig die schwierige Balance zwischen Innovation und Bezahlbarkeit geschafft." Die Reaktionen der Stakeholder auf den von der Regierung nunmehr beschlossenen Entwurf des Gesetzes zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) fallen jedoch bisher eher negativ aus.


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Gesundheitspolitik: Verunsicherung und Unkenntnis

„So viel ändert sich eigentlich gar nicht", sagte Carla Grienberger, Leiterin des Referats Hilfsmittel beim GKV-Spitzenverband, zu Beginn ihres Vortrags zu den Neuregelungen im § 126 SGB V bezüglich der Präqualifizierung von Leistungserbringern. Dennoch sind viele von ihnen stark verunsichert, wie sich auf der MedInform-Veranstaltung Mitte Mai in Bonn zeigte. Hauptursache für diese Verunsicherung schien vor allem eine Unkenntnis der Gesetzesbestimmungen zu sein und das, obwohl diese in Kürze, am 1. Juli 2010, in Kraft treten - theoretisch zumindest.


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Gesundheitspolitik: Harmonie pur

Wirksame, sichere und qualitativ hochwertige Arzneimittel in Verkehr zu bringen, sei der gemeinsame Auftrag der Arzneimittel-Hersteller und des BfArM als Zulassungsbehörde, betonte der BAH-Vorsitzende Hans-Georg Hoffmann zu Beginn des Pressegesprächs. Es gebe zwar in einzelnen Fragen unterschiedliche Sichtweisen, vor allem aber mache das äußere Umfeld „beiden Seiten das Leben schwer".


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Gesundheitspolitik: Ein Filmchen ohne Fakten

Das ZDF hat es mit seiner Sendung „heute journal" vom 10. März geschafft, die Pharma-Branche so richtig vorzuführen: Der Verriss dauerte nicht mal vier Minuten, der Imageschaden ist unermeßlich. Denn Millionen von Zuschauern mussten wieder einmal erfahren, mit welch miesen Tricks sich diese Branche Vorteile verschafft - anscheinend. Dabei bleibt, wenn man die Sendung nicht in ihrer imgeschädigenden Gesamtwirkung betrachtet, sondern die Detailvorwürfe würdigt, recht wenig übrig. Das wundert, vergleicht doch Kriminaler Uwe Dolata die Pharmabranche in der Sendung immerhin mit der Mafia, ebenso wird suggeriert, dass Heerscharen von Außendienstlern mit Geldkoffern durch die Gegend fahren würden, um Ärzte zu bestechen. Doch dann müssten die Vorwürfe, die in der ZDF-Sendung angeprangert wurden, doch eigentlich rechtsstaatliche Maßnahmen auslösen. Tun sie aber nicht! Staatsanwalt Alexander Badle, der in dieser Sendung ebenfalls zu Wort kam, wusste in einem Gespräch mit „Pharma Relations" jedenfalls nichts von aktuell anstehenden neuerlichen staatsanwaltschaftlichen Untersuchungen (siehe auch Interview mit Alexander Badle).


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Gesundheitspolitik: Patient - ein normaler Verbraucher?

Im Mittelpunkt der Marburger Gespräche zum Pharmarecht, die in diesem Jahr bereits zum 13. Mal stattfanden, stand das Thema „Der Patient im nationalen und europäischen Gesundheitssystem". So wurde beispielsweise die Frage diskutiert, wie sich das Patientenleitbild jüngster Gesetzgebung zum Verbraucherleitbild verhält. Ist der Patient ein ganz normaler Konsument, der selbstverantwortlich und souverän seine Entscheidungen im Falle einer Erkrankung treffen kann? Oder zeichnet sich der Patient nicht viel eher durch eine ganz besondere Schutzbedürftigkeit aus? Wie die Zusammenarbeit der pharmazeutischen Industrie mit Patientenorganisationen gestaltet werden kann, wurde in einem weiteren Referat präsentiert


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Gesundheitspolitik: Rösler stellt sein Eckpunktepapier vor

In Milliardenhöhe will Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler die gesetzlichen Krankenkassen entlasten. Wie das geschehen soll, stellte er in einem mit den Koalitionsfraktionen abgestimmten Eckpunktepapier „zur nachhaltigen Neuordnung des Arzneimittelmarktes" vor. Kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen sollen dafür sorgen, dass „Arzneimittel in Zukunft für die Menschen bezahlbar bleiben", wie er auf einer Pressekonferenz und im Titelinterview der dieser Ausgabe wieder in einer Teilauflage beiliegenden Ausgabe der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „Monitor Versorgungsforschung" ausführt. Ad hoc gibt es dazu von den Stakeholdern wenig Lob und viel Kritik.


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Gesundheitspolitik: Abgesang der freien Preisbildung

Die Kassen der gesetzlichen Krankenversicherung erheben ab diesem Jahr Zusatzbeiträge, weil wieder einmal die Arzneimittelpreise gestiegen sind. Auf diesen verkürzten Nenner kann man aktuelle Berichte in den Publikumsmedien bringen, die für die von 13 Kassen geplanten Extrabeiträge in der Höhe von 8 bis 37,50 Euro schnell einen Schuldigen ausfindig gemacht haben: die Pharmaindustrie. Obwohl das Bundeskartellamt am 17. Februar dieses Jahres ein Verfahren gegen neun dieser Krankenkassen eingeleitet hat, um dem Verdacht nachzugehen, ob diese Kassen gegen das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen verstoßen hätten, als sie Ende Januar gemeinsam ankündigten, Zusatzbeiträge erheben zu müssen, steht nicht nur die Branche, sondern auf einmal auch der neue Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler unter Druck: Statt in Ruhe eine umfassende Gesundheitsreform vorbereiten zu können, muss auf einmal - wie so oft - an einer Stellschraube gedreht werden, ohne aufs große Ganze zu achten: Wieder einmal sind es die Arzneimittelpreise als solche und vor allem jene der innovativen Arzneimittel, die die beitragserhöhenden Kassen als Kostentreiber ausgemacht haben wollen.


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