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Acht von zehn sagen: „Besser geht’s nicht!"

07.12.2017 11:30
In Deutschland lebt man so gesund und entspannt wie schon seit längerer Zeit nicht mehr, stellt der Deutsche Gesundheitsmonitor des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) in seinem „Gesundheitsindex“ fest. Ein Aufwärtstrend ist laut den Ergebnissen der im September durchgeführten, repräsentativen Befragung besonders bei den weniger Privilegierten der Gesellschaft und den Älteren zu verorten.

Der Gesundheitsindex ist ein Maß für das Gesundheits- und Wohlempfinden der Bevölkerung. Der Gesamtindex hat nun einen Stand von 7,2 erreicht. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 2013.

Im Vergleich zum dritten Quartal 2016 ist der Anstieg besonders deutlich bei Personen mit Haupt- /Volksschulabschluss (von 6,5 auf 6,9), bei Menschen mit geringem Haushaltseinkommen, also bis 1.500 Euro netto (von 6,1 auf 6,9), und bei Nicht-Berufstätigen (von 6,8 auf 7,2). Bei diesen Personengruppen ist der Index auch auf dem höchsten Stand seit seiner ersten Erhebung. Ähnliches gilt für Ältere: Seit Ende 2016 fühlen sich insbesondere Menschen ab 70 immer gesünder und zufriedener (Indexanstieg von 6,5 auf 7,2), mit einem bisherigen Höchststand im September 2017.

Günstige gesellschaftspolitische „Großwetterlage"

Woran liegt das, mal abgesehen vom gestiegenen Optimismus? Die Befragten gaben an, durchschnittlich nur noch etwa zweimal in den letzten drei Monaten beim Arzt gewesen zu sein. Zu Beginn der Erhebung waren es noch drei Arztbesuche. Im selben Zeitraum ist die Zahl der Krankheitstage nach Aussage der Interviewten von über sechs auf weniger als vier gefallen. Auch mit weniger Pessimismus lässt sich die positive Entwicklung von Gesundheits- und persönlichem Wohlempfinden gut erklären.

Denn pessimistische Einschätzungen sind deutlich rückläufig: „Verglichen mit meinen Freunden denke ich weniger optimistisch über das Leben“, sagen jetzt nur noch 28 Prozent im Vergleich zu 36 Prozent am Jahresanfang. Und nur noch 31 Prozent statt 34 Prozent halten sich für nicht so fröhlich wie die meisten Leute.

In dieses Bild passe, dass sich kurz vor der Wahl so viele Personen wie nie seit Beginn der Erhebung auf das System verlassen haben: So vertraut fast jeder Dritte (31 Prozent) der alten Bundesregierung. Im dritten Quartal 2016 – also genau ein Jahr davor – war es nicht einmal jeder Fünfte (17 Prozent). Auch die Anzahl derer, die denken, das deutsche Gesundheitswesen bietet jedem – egal ob gesetzlich oder privat versichert – eine ausreichende Versorgung, ist so hoch wie nie zuvor.

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