Sie sind hier: Startseite News Tipps zur Online-Suche auf Gesundheitsportalen

Tipps zur Online-Suche auf Gesundheitsportalen

23.11.2015 10:23
Bei Beschwerden führt der erste Weg den Betroffenen oft zuerst ins Internet. Auf Gesundheitsportalen wird nach dem passenden medizinischen Rat, Behandlungen und Medikamenten gesucht. Online bieten unzählige Informationsseiten und Diskussionsforen allerdings nicht immer seriöse und nützliche Hinweise zu Krankheiten, Therapien, Medikamenten und deren Nebenwirkungen sowie Tipps zur Vorbeugung an, mahnt die Verbraucherzentrale NRW.

Betrieben oder finanziert werden die virtuellen Gesundheitsratgeber nach Angaben der Verbraucherzentrale vielfach von Verbänden, Verlagen oder Pharmaunternehmen. Eine Ferndiagnose von vermeintlichen Gesundheitsexperten im Netz könne jedoch eine persönliche medizinische Untersuchung und deren Befund nicht ersetzen. „Wer Schmerzen hat oder unter unklaren Symptomen leidet, sollte sich nicht auf den Rat von unbekannten Net-Doktoren verlassen und zur Selbsthilfe schreiten, sondern stattdessen unbedingt einen Arzt seines Vertrauens aufsuchen“, rät die Verbraucherzentrale NRW, Gesundheitsinformationen im Netz nicht blind zu vertrauen. Wer begleitend zum persönlichen Arztbesuch im Internet nach Informationen und unterstützender Hilfe sucht, sollte hierbei folgende Hinweise beachten:

  • Gesundheitsratgeber im Netz können nur eine generelle Auskunft erteilen über Diagnostik, Therapien und Vorbeugung von Krankheiten. Individuelle Online-Diagnosen und Fernbehandlungen sind ohne persönliche Kenntnis von Patienten und ohne eine eingehende Untersuchung im Internet verboten.
  • Nutzer sollten sich davon überzeugen, dass die Auskünfte von einem vertrauenswürdigen Absender stammen. Angaben zum Sinn und Zweck der jeweiligen Webseite, zum Betreiber und dessen Firmensitz, zu Finanzgebern und Förderern lieferten hierzu wichtige Anhaltspunkte. Unverhohlenes Anpreisen von Medikamenten und Produkten etwa seien ein Indiz für unseriöse Informationen. Außerdem soltten Informationen unterschiedlicher Portale verglichen werden.

  • Einige Portale bieten neben ihren Infos im Netz Foren an, in dem Ärzte oder Gesundheitsratgeber medizinische Ratschläge zu geschilderten Einzelfällen erteilen. Hier sollten Ratsuchende ein Auge darauf haben, dass namentlich genannte Experten zu Gesundheitsfragen Stellung nehmen. Auch in Frage- und Diskussionsforen gebe es nur begrenzte Auskünfte und Stellungnahmen zu persönlichen Fragen.

  • Je mehr Informationen Nutzer über sich – etwa Namen und Wohnort – im Internet preisgeben, desto detaillierter kann ein Profil von ihnen erstellt werden. Deshalb gilt bei der Registrierung auf einer Gesundheitsseite: so wenige Daten wie möglich angeben. Eine individuelle Rückverfolgung wird außerdem erschwert, wenn Nutzer sich eine E-Mail mit Pseudonym zulegen, sich von anderen Diensten während des Tummelns auf einem Gesundheitsportal abmelden, den Browser schließen und Cookies abschalten.
Artikelaktionen
Editorial

Editorial_Peter_Stegmaier.jpg

Editorial 06/2016

Der PR geht’s gut, aber ...

Specials

Termine
Intensivstudium Gesundheitsökonom 11.02.2016 - 02.07.2016 — Oestrich-Winkel
Executive MBA Health Care Management 11.02.2016 - 09.12.2017 — Oestrich-Winkel
Rabattverträge - Beteiligung noch sinnvoll? 18.08.2016 09:00 - 17:00 — Düsseldorf
Vom Pharma-Dialog zur Gesetzesnovelle 29.08.2016 10:00 - 17:00 — Frankfurt
DRG Schulung / Medizincontrolling für Ihr Vertriebsteam 05.09.2016 09:00 - 16:30 — Köln
Kommende Termine…
Jetzt erhältlich

 

Patientencoaching Band 1.jpg

Patientencoaching Band 1
Grundlagen, Praxis