Wieviel Forschung bleibt in Deutschland?
Liam Condon, 1968 in Dublin geboren und dort aufgewachsen, ist seit Anfang 2010 Geschäftsführer der Bayer Vital, der Marketinggesellschaft der Bayer HealthCare in Deutschland. Der Ire ist Nachfolger des langjährigen Geschäftsführers Dr. Hans-Joachim Rothe, der in den Ruhestand trat. Condon kam während seines Studiums nach Berlin zu einem Auslandssemester bei den Schering Werken. Er blieb gleich dort, zumal er mit einer Berlinerin eine Familie gründete, zu der zwei Kinder gehören. Condon durchlief alle klassischen Stationen eines leitenden Pharma-Managers: vom Außendienstler über Produkt- und Vertriebsmanager bis zuletzt zum Leiter der China-Niederlassung mit Sitz in Shanghai und seit 2006 für Bayer-Schering in Peking. Aus dem Gespräch mit „Pharma Relations“ einige Stichworte: Der Kosten-Nutzen-Nachweis musste kommen; die Frage bleibt, wie wird geprüft? Das kommende Jahr wird für Bayer dank einiger Neueinführungen besser als 2010. Direktverträge mit den Krankenkassen werden Zukunft haben. Und immer häufiger stelle sich die Frage, ob die Konzentration der Bayer-Forschungskapazitäten auf Deutschland gegenüber anderen Märkten noch zu rechtfertigen ist? Das Gespräch fand Anfang November statt; wenige Tage später verkündete der Bayer-Konzern rigorose Personaleinsparungen weltweit - allein 2.500 in Deutschland.
Liam Condon
Ausgabe
12 /
2010