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Editorial

09.06.2016 11:30
Die Denke ändern

>> >> Switches von Arzneimitteln aus der Verschreibungspflicht in den OTC-Markt werden von den betroffenen Zielgruppen, den Ärzten, den Apothekenteams und den Patienten, mehrheitlich positiv gesehen, wie Umfragen, die der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH) unter diesen drei Gruppen durchgeführt hat, zeigen. Die Selbstmedikation biete gesunde Perspektiven für den Einzelnen und die Gesellschaft insgesamt und „bildet bereits heute einen zentralen Baustein für eine patientenorientierte, flächendeckende und finanzierbare Gesundheitsversorgung“, schreibt Dr. Traugott Ullrich, Stellvertretender Vorsitzender des BAH, in seinem Vorwort zur BAH-Publikation „Von der Verschreibungs- zur Apothekenpflicht“.

Auch wenn die Patienten die bisher verordneten und von der GKV erstatteten Produkte nach einem Switch meist selbst bezahlen müssen, scheinen sogar für sie die Vorteile zu überwiegen. Denn die Menschen interessieren sich in den letzten Jahren – stark gefördert durch den einfachen Zugang zu Informationen über das Internet – zunehmend für ihre Gesundheit und werden dadurch mündiger, was gesundheitsrelevante Entscheidungen betrifft. Vor diesem Hintergrund kommt auch einem niedrigschwelligen Zugang zu Arzneimitteln eine wachsende Bedeutung zu. Für die Apothekerschaft bedeutet eine Ausweitung der Selbstmedikation eine Stärkung ihrer Kompetenz – das sagten immerhin 95 Prozent der vom BAH befragten Apotheker. Was besonders wichtig ist, denn gerade die Beratungsleistung ist der Punkt, in dem sich Vor-Ort-Apotheken im Wettbewerb mit dem Versandhandel profilieren können. Zudem bedeute ein Switch „good news“ für den Apotheker, wie Florian Bernsdorf von der Kreativagentur serviceplan health & life sagt, denn er bekomme etwas Neues, er habe eine Story zu erzählen und er könne dabei auch noch Zusatzgeschäft generieren. Für die Ärzte wiederum bedeutet ein wachsender Anteil der Selbstmedikation, dass sie mehr Zeit für die Patienten haben, die unbedingt einer ärztlichen Konsultation bedürfen.

Für Dr. Traugott Ullrich leisten Switches „sowohl im Hinblick auf eine effi­ziente und bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung für den Einzelnen als auch aus ökonomischer Sicht für die Gesellschaft einen wichtigen Beitrag für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung“. Wir haben mit verschiedenen Experten darüber gesprochen, was bei einem Rx-OTC-Switch, vom Genehmigungsverfahren bis zur Marketingkommunikation, aus Herstellersicht zu beachten ist, um mit dem Switch Erfolg zu haben. In Hinblick auf die Kommunikation dürfte dabei ein entscheidender Faktor sein, sich diesem Thema grundsätzlich anders zu nähern als im Fall eines Rx-Produktes – „heraus aus der Substanzdenke und hinein in die Markendenke“ umschreibt Florian Bernsdorf diesen notwendigen Wechsel in der Perspektive. <<

Eine interessante Lektüre wünscht

Ihr
Wolfgang Dame

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