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Editorial

Wirksam?

>> Hochgekocht ist – mal wieder, muss man wohl sagen – die Diskussion um die Frage, ob homöopathische Präparate wirken. Oder besser gesagt: Ob sie über den Placebo-Effekt hinaus wirken. Entzündet hat sich die Diskussion aktuell an einem Interview, dass die Medizinerin und Homöopathie-Kritikerin Natalie Grams Anfang Mai der Zeitung „Rheinpfalz“ gegeben hatte. Und in diesem fiel der entscheidende Satz. Auf die Frage „Wirken Homöopathika?“ antwortete Grams: „Nicht über den Placebo-Effekt hinaus.“ Das Unternehmen Hevert-Arzneimittel, das unter anderem homöopathische Präparate herstellt, reagierte, indem es eine Unterlassungserklärung von Grams forderte. Hätte sie diese Erklärung abgegeben, würden ihr bei Verstoß eine Vertragsstrafe von 5.100 Euro drohen. Grams unterzeichnete nicht und machte den Vorgang in den sozialen Medien öffentlich, was wiederum einen Sturm der Entrüstung zur Folge hatte. Tenor: Hier soll eine Kritikerin mundtot gemacht werden. Selbst Jan Böhmermann widmete dem Thema daraufhin einen satirischen Beitrag im „Neo Magazin Royale“.
Im Interview in dieser Ausgabe äußert sich nun Mathias Hevert, Geschäftsführer von Hevert-Arzneimittel. Zu „laufenden juristischen Vorgängen“ will er zwar nichts sagen, aber er nimmt ausführlich Stellung zu der Frage, wie die Wirksamkeit von Homöopathika nachgewiesen wird. Und er betont, dass Menschen durch Homöopathie nachweislich geholfen werde, weshalb er kein Verständnis dafür habe, „dass unbeteiligte institutionalisierte Gruppierungen aktiv und verallgemeinernd eine Einschränkung des homöopathischen Tätigkeitsfeldes fordern“. Und er betont, dass man in seinem Unternehmen Wahl- und Meinungsfreiheit als demokratische Grundrechte verstehe, und dazu gehörten eben auch Therapiefreiheit und -vielfalt in der Medizin.

Um Wirkung einer anderen Art geht es beim Content Marketing. Pharmaunternehmen wollen mit relevantem Content die Wirkung erzielen, ihren Zielgrupopen näher zu kommen und im Idealfall einen Dialog mit diesen Zielgruppen zu initiieren. Zwischen Wunsch und Wirklichkeit scheint aber häufig noch eine ziemliche Lücke zu klaffen. Der Großteil der Industrie-Unternehmen im Healthcare-Segment befinde sich noch „irgendwo im Übergang“ zu einem neuen Verständnis, wie das digitale Kommunikationsverhältnis zu ÄrztInnen in Zukunft aussehen soll, meint beispielsweise Dr. Andreas Reinbolz von Syneos Health. Was alles andere als gut ist, wenn das zutrifft, was Dr. Markus Irmscher von Cocomore sagt: „Durchdachtes Content Marketing wird künftig business-kritisch.“ <<

Eine interessante Lektüre wünscht

Ihr
Wolfgang Dame

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