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Großes Identitätsbedürfnis

02.07.2019 09:51
Der Healthcare- und Life-Sciences-Markt befindet sich in einem disruptiven Veränderungsprozess. Um in diesem turbulenten Umfeld wachsen zu können, benötigen die Unternehmen herausragende Führungspersönlichkeiten. Die Healthcare & Life Sciences Practice von Odgers Berndtson unterstützt die Firmen bei der Suche nach Spitzenkräften, die eine strategische Vision haben und Transformationen vorantreiben. Das „Manager-Barometer“ von Odgers Berndtson, für das aktuell 260 Führungskräfte der Branche befragt wurden, liefert eine Fülle von branchenspezifischen Erkenntnissen. Untersucht wurden Motivation und Zielsetzungen bei der Karriereplanung, aber auch Präferenzen bei der Integration von Karriere und Privatleben. Zudem hat die Erhebung einen Schwerpunkt auf dem Thema „Agile Leadership“: Wo stehen Unternehmen beim Einsatz agiler Methoden? Welchen „Impact“ haben diese auf Organisation, Wettbewerbsfähigkeit und Unternehmenskultur? Welche persönlichen Einstellungen haben Führungskräfte und Mitarbeiter zur Agile Leadership?

>> Der Wunsch der Manager nach einem innovativen, zukunftsfähigen Arbeitgeber, der ihnen die Möglichkeit gibt, an Veränderungen mitzuwirken, ziehe sich wie ein roter Faden durch die diesjährige Befragung, sagt Veronika Ulbort, Partner und Leiterin der Healthcare & Life Sciences Practice bei Odgers Berndtson. So ist beispielsweise eine „innovationsorientierte Führungskultur“ mit Abstand die Top-Rahmenbedingung bei der Suche nach einem potenziellen neuen Arbeitgeber. Möglichkeiten der finanziellen Beteiligung am Unternehmen hingegen haben einen geringeren Stellenwert, während flexible Arbeitszeit- und Arbeitsplatzbedingungen eine höhere Bedeutung als in anderen Branchen genießen.

Umgekehrt sind die beiden am häufigsten genannten Gründe, den Arbeitgeber zu wechseln, geänderte strategische Rahmenbedingungen des Unternehmens sowie Zweifel an der Zukunftsfähigkeit des aktuellen Arbeitgebers. 42 Prozent der befragten Manager in den Branchen Medizin/Pharma/Chemie (MPC) halten einen Wechsel ihrer aktuellen beruflichen Position in den nächsten Monaten für wahrscheinlich. Das ist der höchste Wert seit Erhebung des „Manager-Barometers“, das aktuell zum achten Mal durchgeführt wurde.

„Die Ergebnisse zeigen einerseits das große Identitätsbedürfnis der Manager. Es ist ihnen ganz und gar nicht einerlei, für wen sie arbeiten, wie ihr Arbeitgeber strategisch aufgestellt und für die Zukunft gerüstet ist. Andererseits machen die Ergebnisse deutlich, wie wichtig es für Unternehmen im Bereich Healthcare & Life Sciences ist, gerade in Zeiten des Wandels mit ihren Führungskräften im Austausch über Karrierewege und -potenziale zu bleiben, denn Führungskräfte befinden sich auf dem Absprung, wenn sie eine nachhaltig andere Auffassung von der strategischen Ausrichtung des Unternehmens haben“, erklärt Veronika Ulbort.

Die Erhebung zeigt auch, dass Manager aus dem Bereich Medizin/Pharma/Chemie etwas weniger ambitioniert sind als Manager in anderen Branchen: 49,8 Prozent wollen das Maximum in ihrer Karriere erreichen (Durchschnitt aller Branchen: 51,3 %), und entsprechend liegt der Anteil derer, die mit der aktuell erreichten Hierarchieebene bereits zufrieden sind, mit 43,0 Prozent etwas höher als der Branchendurchschnitt.

18 Prozent aller Führungskräfte im Bereich Healthcare & Life Sciences sind Frauen, was deutlich über dem Durchschnitt aller Branchen (Frauenanteil: 14 %) liegt. Anders als viele ihrer männlichen Kollegen legen Frauen vor allem Wert auf die Stabilität ihrer Lebensumstände und wünschen sich flexible Arbeitsbedingungen. „Es zeigt sich, dass Frauen signifikant andere Prioritäten haben als Männer. Beispielsweise legen Frauen größeren Wert auf die Stabilität ihrer Lebensumstände, sind also oft weniger mobil als Männer, und wünschen sich flexiblere Arbeitszeit- und Arbeitsplatzbedingungen“, fasst Veronika Ulbort zusammen. „Diesen Präferenzen müssen Unternehmen Rechnung tragen, wenn sie Frauen für Führungspositionen halten oder verstärkt gewinnen wollen. Die Unternehmen im Healthcare- und Life-Sciences-Sektor sind hier auf einem guten Weg.“

Einen besonderen Schwerpunkt bildet im aktuellen „Manager-Barometer“ das Thema „Agile Führungsmethoden“. Auch wenn diese Methoden in der MPC-Branche stärker punktuell und weniger flächendeckend als im Branchendurchschnitt zum Einsatz kommen, so werden auch hier eine Vielzahl von agilen Methoden genutzt, wie die Delegation von Verantwortung oder regelmäßige kurze, informelle Projekt-Treffen („Stand-up-Meetings“). Knapp die Hälfte der befragten Manager bestätigt, dass in ihren Unternehmen bereits agile Führungsmethoden – teilweise oder ganz – zur Anwendung kommen. Damit findet das noch junge Führungsprinzip im Healthcare- und Life-Sciences-Sektor bereits eine breite Akzeptanz. Der positive Einfluss dieser Methoden wird von den Managern vor allem bei der Ideenfindung, Mitarbeiterzufriedenheit und den Entscheidungsprozessen im Unternehmen wahrgenommen.

Rund drei Viertel der Befragten halten agile Führungsmethoden für „sinnvoll und positiv“, rund 23 Prozent haben „gemischte Gefühle“, und lediglich 1 Prozent beurteilt diese Methoden eher negativ. „Die Begeisterung, auf die das Schwerpunktthema unserer diesjährigen Befragung bei den Teilnehmern gestoßen ist, hat uns fast überrascht“, sagt Veronika Ulbort. „Für ein junges und komplexes Thema wie Agile Leadership ist das eine enorm hohe Akzeptanz und Verbreitung.“ <<

Ausgabe 07 / 2019

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