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Verständliche, unterhaltsame Einblicke

27.01.2020 16:25
Viele Deutsche erwarten große Fortschritte in der medizinischen Forschung, fühlen sich jedoch über aktuelle Entwicklungen nicht besonders gut informiert. Mehr als 90 Prozent der Bundesbürger sind aber überzeugt, dass mehr Wissen Vorbehalte gegen neue Forschungsmethoden abbauen könnte. Dies sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter 1.000 Deutschen zum medizinischen Fortschritt im Auftrag des Biotechnologieunternehmens Amgen. Um das Wissen zu mehren und um Kinder und Jugendliche für Naturwissenschaften und Medizin zu begeistern, hat die Amgen Foundation das Bildungsprogramm Amgen Biotech Experience (ABE) geschaffen, das Biotechnologie in die Schulen bringt.

>> Laut der Befragung fühlt sich nur knapp die Hälfte der Bevölkerung gut über neue Forschungsergebnisse und -methoden informiert. Männer schätzen ihren Informationsstand dabei etwas besser ein: 52 Prozent fühlen sich gut informiert, bei den Frauen sagen das nur 40 Prozent.

Für rund zwei Drittel der Deutschen sind die größten medizinischen Fortschritte, neue Medikamente gegen bisher unheilbare Krankenheiten zu finden oder gar Erkrankungen, wie zum Beispiel die Pocken, ganz auszurotten. Gut die Hälfte erachtet die verbesserte Erkennung von Krankheiten als den drittwichtigsten Erfolg in diesem Bereich (siehe Grafik).

Der hohe Stellenwert, den die Menschen dem medizinischen Fortschritt beimessen, führt zu einem großen Informationsbedürfnis in der Bevölkerung. Knapp neun von zehn Deutschen sind sehr daran interessiert, mehr Informationen über die Fortschritte in der Medizin zu erhalten, und wünschen sich, dass Forschungsergebnisse für jeden einsehbar und verständlicher dargestellt sind. Sie teilen die Ansicht, dass mehr Informationen auch Vorbehalte gegenüber neuen Forschungsmethoden ausräumen könnten. Dabei geht das Interesse an medizinischem Fortschritt unter den Befragten oft über eine persönliche Betroffenheit hinaus. „Als Pionier der Biotechnologie haben wir bei Amgen fast vier Jahrzehnte Erfahrung in der Forschung und freuen uns über das Interesse der Menschen an unserer Arbeit“, sagt Dr. Roman Stampfli, Geschäftsführer der AmgenGmbH. „Auf unseren Internetseiten und in den sozialen Medien berichten wir aus erster Hand.“

Wenn diese leicht verständlich und spielerisch erklärt werden, können sich sogar 82 Prozent der Befragten vorstellen, sich mehr mit naturwissenschaftlichen Themen zu beschäftigen. Am besten gefällt es den Deutschen offensichtlich, wie Fernsehsendungen Medizinthemen transportieren. Unter den Befragten, die ihren Kenntnisstand als eher gut oder sehr gut einschätzen, beziehen 96 Prozent ihr Wissen aus TV-Beiträgen. „Medizinische Zusammenhänge sind oft sehr komplex“, sagt Dr. Stampfli. „Umso wichtiger ist es uns, den Interessierten verständlich und unterhaltsam einen Einblick in unsere Arbeit zu geben. Daher setzen auch wir verstärkt auf Grafiken und Videos.“

Rund neun von zehn Befragten, die sich selbst als gut informiert erachten, recherchieren gezielt zu Erkrankungen und Therapien auf Fachportalen im Internet. Menschen zwischen 30 und 50 Jahren besuchen überdurchschnittlich oft direkt die Homepages der Pharmaunternehmen, um mehr zu diesem Themenfeld zu erfahren. Bei der Mediennutzung zeigen sich weitere Unterschiede zwischen den Generationen: Die unter 50-Jährigen nutzen deutlich häufiger Gesundheitsportale, Blogs, Foren und Informationen in den sozialen Medien als die Generation 50 plus.

Diejenigen Befragten, die ihren Kenntnisstand als eher gut oder sehr gut einschätzen, beziehen ihr Wissen neben TV-Beiträgen (96 %) vor allem aus Tageszeitungen und Zeitschriften (91 %) oder lesen Special-Interest-Medien wie zum Beispiel die „Apotheken Umschau“ (90 %). Die Altergruppen der 18- bis 29-Jährigen sowie der 40- bis 49-Jährigen interessieren sich besonders für die Sonderpublikationen der Zeitungen zum Thema Medizin. Die jungen Erwachsenen unter 30 Jahre begeistern sich zudem am meisten für Vorträge.

Junge Leute für Forschung begeistern

Kinder im Schulalter sollten aus Sicht der Bevölkerung an die Naturwissenschaften herangeführt werden. 74 Prozent der Deutschen halten es für wichtig, Kinder zwischen sieben und 13 Jahren dafür zu interessieren. 87 Prozent befürworten, dass Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren möglichst mit Chemie, Physik und Biologie befasst werden. 62 Prozent der Bundesbürger gehen davon aus, dass dadurch junge Leute für ein Studium oder eine Ausbildung im Bereich Forschung begeistert werden können.

Am wichtigsten erscheint den Deutschen aber, dass junge Erwachsene zwischen 18 und 24 Jahren für Themen wie Genetik oder Biochemie begeistert werden. In dieser Altersspanne legen Berufsanfänger den Grundstein für ihre Karriere, junge Akademiker entscheiden sich für ihre Fächer und Schwerpunkte an den Hochschulen und Universitäten. 92 Prozent der Befragten finden es wichtig, in dieser Phase bei jungen Menschen das Interesse zu wecken. 90 Prozent sind der Meinung, Erwachsene im Alter von 25 bis 39 Jahren sollten gezielt für Naturwissenschaften interessiert werden.

Bei Kindern, die schon zur Schule gehen, glaubt knapp jeder zweite Befragte, dass das Interesse dieser Altersgruppe geweckt werden kann. Mit Blick auf die 14- bis 17-Jährigen – also gegen Ende der Schulzeit – sagen knapp zwei Drittel, dass sie gute Chancen sehen, bei diesen Jugendlichen mit Themen aus der Chemie, Physik und Biologie auf Interesse zu stoßen.

Hier setzt daher auch das Bildungsprogramm Amgen Biotech Experience (ABE) an. ABE ist ein internationales Angebot der Amgen Foundation, das in Deutschland gemeinsam mit der Technischen Universität München (TUM) durchgeführt wird. „Das Programm bringt die Biotechnologie in die Klassenzimmer“, sagt Dr. Stampfli. „Mit dem Programm will die Amgen Foundation für Wissenschaft und Forschung begeistern.“

Die große Mehrheit der Bevölkerung ist sich einig, dass die MINT-Förderung wichtig für die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland ist. Allem voran würde die Unterstützung der Naturwissenschaften und der Medizin dabei helfen, meinen 96 Prozent der Befragten. Um das Interesse zu steigern, fordern rund zwei Drittel der Bundesbürger unter anderem einen stärker praxisorientierten Schulunterricht sowie eine bessere Ausbildung der Lehrer.

„Mit dem Programm bieten wir Biotechnologie zum Anfassen – und das begeistert sowohl Lehrerinnen und Lehrer als auch Schülerinnen und Schüler“, sagt Dr. Patricia Schöppner, Projektkoordinatorin von der Amgen Biotech Experience an der TUM School of Education. Das Programm, das am Lehrplan für die 11. Klasse ausgerichtet ist, umfasst die Fortbildung der Lehrkräfte sowie die notwendige Laborausstattung für den Unterricht. Die Schülerinnen und Schüler lernen somit nicht nur die Theorie kennen, sondern können auch die Praxis der Biotechnologie ausprobieren. „Das Interesse der Lehrkräfte, der Schulen und nicht zuletzt der Schülerinnen und Schüler zeigt den enormen Bedarf an MINT-Angeboten auf“, sagt Prof. Dr. Claudia Nerdel, Inhaberin der Professur für Fachdidaktik Life Sciences an der TUM School of Education. <<

Ausgabe 01 / 2020

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