Sie sind hier: Startseite Gastbeiträge Know-how Wissenstransfer in der Medizin
x
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Wissenstransfer in der Medizin

03.08.2021 16:10
Medizinisches Wissen nimmt rasant zu, Herausforderungen wie COVID-19 und neue Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten verändern den ärztlichen Alltag. Berufstätige Ärztinnen und Ärzte sind daher verpflichtet, die notwendigen Fachkenntnisse zu erhalten und weiterzuentwickeln. Hierzu können Unternehmen mit ihrer Fachkompetenz und Unterstützung einen wichtigen Beitrag leisten.

>> Damit Ärztinnen und Ärzte ein Fortbildungsangebot annehmen, muss es für ihren beruflichen Alltag relevant sein und sich an der Praxis orientieren. In welchem Format ein Thema als Fortbildung umgesetzt wird, ist dabei zweitrangig. Auch kommt es nicht allein auf die Anzahl der Fortbildungspunkte an, solange sich fortzubilden Spaß macht.

Vor Corona standen vor allem Präsenzfortbildungen hoch im Kurs. Denn viele Ärztinnen und Ärzte schätzen den persönlichen Austausch und die komprimierte Form der Wissensvermittlung, die gerade auf Kongressen zu finden ist.

Die Erfahrung in Zeiten des Lockdowns und die Möglichkeiten der virtuellen Kongresse und Online-Veranstaltungen haben zu einem Umdenken geführt. Das Zauberwort heißt „Digital Learning“: Ärztinnen und Ärzte haben erkannt, wie bequem und doch intensiv es sich zuhause auf dem Sofa, im Café, in der Klinik oder in der Praxis mit PC, Tablet oder Smartphone fortbilden lässt.

Mit freundlicher Unterstützung, aber bitte neutral

Wenn Ärzt:innen innerhalb von fünf Jahren bei anerkannten Fortbildungsmaßnahmen mindestens 250 Punkte gesammelt haben, erhalten sie ein Fortbildungszertifikat ihrer Landesärztekammer. Voraussetzung für die Anerkennung einer Maßnahme ist u. a., dass die Inhalte frei von wirtschaftlichen Interessen sind und Interessenkonflikte des Veranstalters und der Referent:innen offengelegt werden. Zudem muss ein:e Ärzt:in als wissenschaftliche:r Leiter:in bestellt und bei Präsenzfortbildungen anwesend sein. Unternehmen können ärztliche Fortbildung fördern und ihre fachliche Kompetenz einbringen. Fortbildungssponsoring bietet insbesondere im Hinblick auf die Schaffung von Awareness in einem bestimmten Therapiegebiet oder die Stärkung des Unternehmensprofils Vorteile.

Schritt für Schritt zu einer guten Fortbildung

Vor einem möglichen Sponsoring sind einige Fragen zu klären: Was sind die Ziele und Zielgruppe der Fortbildung? In welcher Form soll sie umgesetzt werden? Während manche Arztgruppen die Fortbildung auf einem Kongress oder einer regionalen Veranstaltung vor Ort bevorzugen, favorisieren andere virtuelle Videokonferenzen oder Webinare, Podcast-Serien oder interaktive Online-Fortbildungen. Bei Angeboten im Web reicht das Spektrum vom klassischen Webcast bis hin zur ausgefeilten, vertonten eCME-Fortbildung mit Multimediainhalten und animierten Infografiken.

Sinnvoll ist, sich bei der Konzeption und Realisierung einer Fortbildungsmaßnahme kompetent und professionell unterstützen zu lassen. Dies fängt bei der klassischen Präsenzfortbildung bereits mit der Auswahl geeigneter und überzeugender Referent:innen an. Online kommt es bei Webinaren auf moderne, mitreißende Moderations- und Präsentationstechniken an mit Whiteboard-Funktionalität, Votings etc. Bei der Manuskripterstellung können erfahrene Medical Writer die Autor:innen zum Beispiel durch ergänzende Recherche und Didaktik-Expertise unterstützen. Gerade für die digitale Fortbildung ist viel konzeptionelles und technisches Know-how erforderlich, um Inhalte ansprechend aufzubereiten, klug zu präsentieren und etwa mit Videos, passenden Interaktionen oder gar Gaming-Elementen spannend zu gestalten.

Ein Highlight jeder ärztlichen Fortbildung ist schließlich das fall-orientierte Lernen. Ärztinnen und Ärzte sind mit Patientenvorstellungen von PJ-Zeiten an sozialisiert. Daher bleibt eine unter Einbindung von Kasuistiken gestaltete Fortbildung mit aktiver Beteiligung der Teilnehmenden besser im Gedächtnis hängen: Wie würden Sie am konkreten Fall entscheiden?

Stell dir vor, wir haben ein eCME und keiner weiß Bescheid

Sowohl für Präsenz- als auch für Online-Fortbildungen gilt: Nur wer das Angebot kennt, nimmt daran teil. Viele Fortbildungsveranstalter kennen aus eigener Erfahrung, dass sie eine tolle, aufwendige Fortbildung angeboten haben, an denen dann aber nur eine Handvoll Ärztinnen und Ärzte teilnahm. An der Bewerbung der Maßnahme sollte daher auf keinen Fall gespart werden, nicht zuletzt aufgrund der Vielzahl an Angeboten auf dem Markt der ärztlichen Fortbildung. Infrage kommen etwa die frühzeitige Information der Zielgruppe durch ein über den Außendienst verteiltes Save the Date, die Veröffentlichung und Bewerbung in Fachzeitschriften und Online-Portalen oder das postalische oder elektronische Mailing. <<

Autor
Dr. med. Joachim Sauer
ist Medical Director bei der DP-Medsystems AG. Als Arzt war er an internistischen Universitätskliniken sowie am MPI für Psychiatrie in München tätig. Seit 1998 gilt seine Leidenschaft der Vermittlung medizinischen und gesundheitsbezogenen Wissens. DP-Medsystems ist in den Bereichen medizinische Fachredaktion, PR, Medical Affairs, Medical Education, Kreation, Integrierte Kampagnen (Multichannel), IT & Digital, Media, Schulung und Klinikmarketing tätig.
Kontakt: Joachim.Sauer@dpmed.de

Ausgabe 08 / 2021

Specials

Termine
Informationsbeauftragter - Sommerakademie 28.09.2021 - 29.09.2021 — online
Patient Support Programme 30.09.2021 09:00 - 17:00 — online
Zentrale Notaufnahme im Fokus 05.10.2021 08:30 - 17:00 — Düsseldorf
Lernen aus der Missing-Data-Krise: Die Rolle von Daten in der Versorgung 05.10.2021 17:00 - 18:00 — Virtuell
Medical Information Lehrgang 18.10.2021 - 19.10.2021 — online
Kommende Termine…