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Give me five!

06.02.2012 13:07
KPMG-Studie: Mit fünf Strategien soll die Pharmabranche die Zukunft meistern

>> In den kommenden Jahren wird die Pharmabranche viele Herausforderungen meistern müssen: die Bedeutung der Schwellenländer steigt, der Wettbewerb drängt, ergo müssen die Geschäftsstrategien überdacht werden. Das ist die Conclusiuo der KPMG-Experten (s. auch „Pharma Relations“ 1/2012 in der Studie „Future Pharma“). Wollen die Unternehmen künftig im Wettbewerb bestehen, müssen sie jetzt aktiv werden. Die KPMG-Analysten haben in der Studie konkrete Handlungsoptionen für Unternehmen herausgearbeitet und raten, diese so schnell wie möglich umzusetzen.

• Produktstrategie prüfen
Die meisten Pharmaunternehmen verfügten noch nicht über das geeignete Portfolio für die Schwellenländer, so die KPMG-Experten. Gefragt seien deutlich preiswertere Medikamente, die in großen Mengen hergestellt würden. Allerdings berge dies die Gefahr der Produktstandardisierung. „Deshalb sollten die Unternehmen darauf achten, den Wert ihrer Produkte noch stärker deutlich zu machen, als dies bisher der Fall ist“, so der Rat.

• In Marketing- und Verkaufsstruktur investieren
Im Marketing und Verkauf könnten die Unternehmen die Chancen der neuen Technologien stärker und besser nutzen, lautet eine weitere These. Denkbar seien daher Partnerschaften mit Technologieunternehmen, um über Social Media oder Smartphone-Apps Kunden anzusprechen und zu binden. Im Zeitalter von Social Media müssten sich die Unternehmen zudem mit der wachsenden Bedeutung von Patientenvertretungen auseinandersetzen. Denn diese würden immer mehr Einfluss auf die gesamte Wertschöpfungskette gewinnen.

• Erfahrungen anderer Branchen stärker nutzen
Da die künftigen Wachstumsmärkte sich von traditionellen Pharmamärkten des 20. Jahrhunderts unterscheiden würden, seien „frische Ideen gefragt“, stellen die KPMG-Experten fest. Sie empfehlen Unternehmen daher, sich auch außerhalb der eigenen Branche nach Key Account Management-Techniken umzuschauen, vor allem in der Konsumgüter-Sparte. Zusätzlich sollten branchenfremde Manager verstärkt eingesetzt werden.

• Integrierter Ansatz bei F&E-Ausgaben
Pharmafirmen kommen offenbar nicht umhin, auch die F&E-Units zu hinterfragen. „Projekte und Fachleute im Bereich Forschung gehören auf den Prüfstand“, heißt es in der KPMG-Studie. Unternehmen sollten sich fragen, wo sie in der Forschung und Entwicklung im Branchenvergleich stehen. Entwicklungs- und Investitionskosten sollten dahingehend überprüft werden, ob sie einen entsprechenden Return bringen, so die KPMG-Spezialisten. Sie empfehlen eine regelmäßige und fortlaufende Evaluierung des Wertbeitrags eines jeden Projektes. Durch die Einführung von Frühwarnindikatoren und regelmäßigen Kontrollen, die auf Finanzanalysen beruhen, lasse sich der F&E-Prozess zudem verschlanken und beschleunigen.

• Corporate Governance-Standards überarbeiten
Ebenfalls auf den Prüfstand gehört nach Ansicht der Analysten die gesamte Wertschöpfungskette im Hinblick auf die Governance-Strukturen sowie auf das Enterprise Risk Management. Das Ziel sollte laut Studienverfassern immer darin bestehen, ein besseres und umfassenderes Verständnis vom eigenen Geschäft zu gewinnen, sowie von der Notwendigkeit, sich zu wandeln und von dem zunehmenden Druck auf sämtliche Teile der Wertschöpfungskette. <<

Ausgabe 01 / 2012

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