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Heldengeschichten ohne Scham

03.07.2018 15:06
Die 2015 gestartete Kampagne „Körperstolz – Jeder Mensch ist einzigartig“ des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed) wird in diesem Jahr wieder mit drei neuen Patientengeschichten fortgesetzt. Dabei erzählen ein junger Inkontinenz-Patient, eine sportliche Hüftgelenk-Prothesenträgerin sowie ein aktive ältere Dame mit künstlicher Herzklappe ihre Geschichten in Wort und Bild. Im Unterschied zu früheren Kampagnen setzt der BVMed dabei nun verstärkt auf digitale Kommunikationskanäle.

>> Angela Jaschke war 80, als bei ihr eine Aortenstenose diagnostiziert wurde. Ihre neue Herzklappe wurde minimalinvasiv per Katheter implantiert, wie bei jährlich 15.000 anderen Menschen in Deutschland. Dank dieser schonenden Technologie ist sie noch am Leben – aktiv und selbstbestimmt wie früher. Claudia Weber (53) wurde eine Hüftgelenkprothese implantiert – wie jährlich 230.000 Patienten in Deutschland. Dank moderner Medizintechnologie kann sie sportliche Aktivitäten und Berufsleben wieder dynamisch und schmerzfrei gestalten. Torsten Kraft (34) ist einer von rund 9 Millionen Menschen in Deutschland, die mit Inkontinenz leben. Moderne Inkontinenzhilfen wie Pants oder Slips ermöglichen ihnen einen einfacheren und selbstbestimmten Alltag.

Mit diesen drei Patientengeschichten setzt der BVMed seine Körperstolz-Kampagne 2018 fort und ergänzt damit die bestehenden Motive zu Herzkrankheit, Schulterprothese, Lymphödem, Diabetes, Stoma, Tracheotomie/Laryngektomie, Dialyse und Künstlicher Ernährung.

BVMed-Kommunikationsleiter Manfred Beeres stellte die „Körperstolz“-Kampagne im Rahmen der 14. MedTech-Kommunikationskonferenz seines Verbandes vor und betonte, dass man im Vergleich zu früheren Kommunikationsaktivitäten mit den „Körperstolz“-Geschichten deutlich emotionaler geworden sei. „Wir rücken die Patienten, denen unsere Mitgliedsunternehmen tagtäglich helfen, in den Mittelpunkt und erzählen ihre Heldengeschichten – vom jeweiligen gesundheitlichen Problem bis hin zur Lösung durch Produkte und Technologien, die das tägliche Leben erleichtern oder sogar lebensrettend gewirkt haben.

Während der Verband bei früheren Kampagnen vor allem mit Printmedien gearbeitet hat, was nach wie vor sehr gut funktioniere, wie Beeres sagte, setze man aber nun zusätzlich mehr und mehr auf digitale Kanäle: „Wir arbeiten sehr viel mit Social-Media-Clips, in denen unsere Helden erzählen, wie sie im Alltag mit ihrer chronischen Erkrankung umgehen, sie geben anderen Betroffenen Tipps, und berichten, wie man sich in der Selbsthilfe engagieren kann.“ Parallel bewirbt der Verband die Patientengeschichten seit etwa einem Jahr mit Online-Marketingmaßnahmen, um mehr Aufmerksamkeit zu schaffen.

Der große Vorteil der Social-Media-Clips, die vor allem über Facebook, YouTube und Twitter verbreitet werden, ist, dass Selbsthilfegruppen und Patienten-organisationen über die Kampagne berichten und ihre Follower auffordern sich anzuschauen, wie andere Betroffene mit der Erkrankung umgehen und was ihnen geholfen hat. „Das funktioniert wunderbar, denn durch das Teilen der Clips bekommen wir sehr viel Reichweite“, so Beeres.
Beim Online-Marketing hat der BVMed einerseits Native Ads – insbesondere auch in Boulevard-Medien wie bild.de – geschaltet, andererseits Teaser der Patientengeschichten in Politik-Newsletter (z.B. von „Tagesspiegel und „Spiegel Online“) eingebunden, um die User auf die Webseite des Verbands zu holen und ihnen so weitere Informationen über die Bedeutung von Medizintechnologien vermitteln zu können.

Die Reichweitenentwicklung betreffend habe das „super“ funktioniert, betonte Beeres: Seit Digitalisierung der Kampagne ab 2017 ist die Zahl der Bruttokontakte von etwas über 10 Millionen auf rund 90 Millionen gestiegen. Allerdings sei es für den BVMed als Verband, dessen Hauptgeschäft die politische Kommunikation ist, schwierig, mit einem Call-to-Action zu punkten. Man habe beispielsweise versucht, über die Kampagne neue Newsletter-Abonnenten zu gewinnen, aber das habe nicht den erhofften Erfolg gebracht. „Wir müssen uns andere Wege überlegen, mit denen wir die Leute, die sich für solche Geschichten interessieren, an uns binden können“, so das Fazit des BVMedKommunikationsleiters.

Ein weiteres, positives Fazit von Manfred Beeres betrifft die Grundvoraussetzungen, die notwendig sind, damit eine Kampagne in der digitalen Welt ein Eigenleben entwickeln kann und für die die „Körperstolz“-Kampagne ein Beispiel geben kann: „man braucht eine gute kreative Leitidee, man braucht authentische und emotionale Inhalte – eben eine Heldengeschichte mit allen Hindernissen, die zu dieser Art von Geschichte dazu gehören – und man benötigt gute Bewegtbilder, um in Social Media punkten zu können.“ <<

Ausgabe 07 / 2018

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