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Verantwortungsvolle Patientenkommunikation

08.09.2011 13:15
MedTalk September 2011

Kommunikationsarbeit im Gesundheitsmarkt ist hochspannend und sensibel zugleich, denn es geht um das Leben der Menschen, um ihre Gesundheit und ihre Lebensqualität. Es geht darum, den enormen medizinisch-technischen Fortschritt zu kommunizieren – und das, was er für die Menschen an Gewinn bringt. Gerade deshalb muss die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in diesem Bereich besonders verantwortungsvoll sein.

Die Patienteninformationen sollten folgende Eigenschaften haben:
VERSTÄNDLICH. Die Informationen sollten in leicht verständlicher Sprache abgefasst sein. Da der Patient meist keine medizinische Ausbildung genossen hat, sollten Fremd- und Fachwörter weitgehend vermieden werden.
FASSBAR. Wann immer möglich, sollen die Informationen durch wahre Patientengeschichten, Bilder und erklärende Grafiken lebendig und leichter verständlich gemacht werden.
VERLÄSSLICH. Die Informationen sollten unter Einbindung ärztlicher bzw. pflegerischer Experten und unter Einbeziehung der betroffenen Patientengruppen erarbeitet werden.
SERVICE-ORIENTIERT. Es sollten auch Informationen darüber gegeben werden, welchen Zugang die Patienten zu den beschriebenen Medizintechnologien haben können und inwieweit eine Erstattungsmöglichkeit durch die Krankenkasse besteht.
AKTUELL. Die Patienteninformationen sollten dem aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechen. Damit der Nutzer nachvollziehen kann, wann die Information erstellt wurde, sollte jede Veröffentlichung und jede einzelne Webseite eine Datumsangabe enthalten.
ERREICHBAR. Die Informationen sollten allen Interessierten frei zugänglich sein. Durch kostenloses Informationsmaterial und möglichst einfache Navigation auf einer Website, sollen dem Patienten die Wege zur Information so leicht wie möglich gemacht werden.
TRANSPARENT. Der Absender der Informationen sollte transparent nachvollziehbar sein, indem sein Name und seine Qualifikation in der Veröffentlichung genannt werden. Die Information gewinnt so an Seriosität und hilft dem Nutzer, diese bewerten zu können.
KOMPLEMENTÄR. Die Patienteninformation ersetzt nicht die Arzt-Patienten-Beziehung, sondern stellt eine Ergänzung dar. Sie bietet Auskünfte, hilft Unterstützung zu finden und bietet Kontaktadressen für Selbsthilfegruppen, Patientengruppen oder andere wichtige Anlaufstellen an.

Fazit: Verantwortungsvolle Patientenkommunikation baut langfristig Vertrauen auf, statt auf kurzfristige Effekte zu zielen.

Manfred Beeres
Leiter Kommunikation/Presse
Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed), Berlin

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