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Editorial

Seltsame Zeiten

>> „Passt nur auf, am Ende kommt raus, dass Covid-19 im Dezember bereits Zoom-Aktien gekauft hat.“ Ein ironisch gemeinter Tweet des Twitterers @FlowOfPrcrstntn, der zwei Dinge sehr gut auf den Punkt bringt. Zeiten wie diese, in denen die Menschen sich mit etwas Unerwartetem und Gefährlichem konfrontiert sehen, sind ein guter Nährboden für Verschwörungstheorien aller Art, die unter anderem darin gipfeln, dass Menschen ankündigen, keine Mund-Nasen-Schutz tragen zu wollen, da sie diese Vorschrift als schwerwiegenden Eingriff einer „diktatorisch“ agierenden Regierung in ihre Freiheitsrechte ansehen.

Das Zweite, was der Tweet sehr anschaulich macht, ist die Tatsache, dass der Arbeitsalltag vieler Menschen komplett auf den Kopf gestellt ist – der Boom der Videokonferenz-Plattform Zoom (aber auch anderer) ist das Symbol für das Zusammenarbeiten zwischen den Homeoffices. Und das hat sich innerhalb ganz kurzer Zeit schon relativ gut eingespielt, was einmal mehr zeigt, dass der Homo sapiens ein ziemlich anpassungsfähiges Säugetier ist.

Wir haben mit Vertretern verschiedener PR- und Werbeagenturen darüber gesprochen, wie sie unter den veränderten Gegebenheiten arbeiten, wo besondere Herausforderungen liegen, aber auch wie sich aus der aktuellen Situation neue Chancen ergeben könnten. Die Grundstimmung könnte man vielleicht mit den Worten von Birgit Dickoré, Chefin der Kölner Agentur Medizin & Markt auf den Punkt bringen: „Es funktioniert erstaunlich gut!“

Gleichzeitig berichten die von uns befragten Kommunikationsprofis ziemlich einhellig, dass das Kommunizieren mittels Videotelefonie in dieser besonderen, für alle neuen Situation um eine Facette reicher geworden ist: „Es menschelt in der Kommunikation“, wie es Ruth Bastuck von der Kommuniaktionsagentur 3K beschreibt. Die Kommunikation sei informeller und lockerer geworden und man nehme auch mehr Rücksicht aufeinander. Und wenn vielleicht mal die Kinder im Hintergrund durch das Bild toben, wird das meist nicht als störend empfunden, sondern als amüsanter Einblick in den „Lockdown“ des Gesprächspartners angesehen.

Nicht zu vergessen der neue, weit verbreitete Abschiedsgruß „Bleiben Sie gesund!“, der eben (noch) nichts Floskelhaftes hat, sondern vielmehr das Gefühl zum Ausdruck bringt, dass wir – wenn auch in verschiedenen Homeoffices – alle im gleichen Boot sitzen. Und so läuft es zumindest im Kommunikationsgeschäft offenbar in vielen Agenturen so, wie es Wolf Stroetmann von Schmittgall Health ausdrückt – „heiter weiter“. <<

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre – und natürlich: Bleiben Sie gesund!

Ihr
Wolfgang Dame

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Editorial 05/2020

Seltsame Zeiten

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