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Wachstum des Apothekenmarktes 2001 bedingt durch innovative Arzneimittel

11.03.2002 16:21
Im Jahr 2001 stiegen die Gesamtumsätze des deutschen Apothekenmarktes um 10 % und erreichten einen Umsatz von 17,1 Milliarden € zu Herstellerabgabepreisen. Die abgesetzte Menge stieg dabei nur geringfügig um 1,5 % an, was 1,6 Milliarden Packungen entspricht. Dabei wurden 85 % der Verkäufe über den Großhandel abgewickelt; nur 15 % entfielen auf das Direktgeschäft zwischen Hersteller und Apotheker.
Bei detaillierter Betrachtung der Wachstumskomponenten des vergangenen Jahres stellt sich heraus, dass rund 2 % des gesamten Wachstums auf neue, im Jahr 2001 eingeführte Präparate zurückzuführen ist. Ein Zuwachs von 2 % entstand durch neue Darreichungsformen; ein weiteres Umsatzplus von rund 5 % wurde durch Mengenveränderungen erzielt. Nur 1 % des Wachstums ist auf Preiserhöhungen zurückzuführen.

Rezeptpflichtige Arzneimittel als Wachstumsmotor

Arzneimittelgruppen mit innovativen Präparaten, wie spezifische Antirheumatika, Beta-2-Stimulatien mit Corticoiden, kombinierte Angiotensin-II-Antagonisten oder Anti-Alzheimer-Produkte erreichten Zuwachsraten zwischen 40 % und 90 %. Laut einer Umfrage des Verbandes der Forschenden Arzneimittelhersteller (VFA) werden Hersteller weiterhin auf Innovationen in ihren Bereichen setzen. Ein Großteil der Forschungsarbeit betrifft Volkskrankheiten wie Herz-/Kreislauferkrankungen, Krebs, psychische Erkrankungen, Asthma, Infektionen oder Störungen des Zentralnervensystems wie zum Beispiel Alzheimer. Insgesamt lag das Umsatzwachstum der rezeptpflichtigen Arzneimittel mit einem Plus von 12,2 % deutlich über dem Wachstum der rezeptfreien Medikamente mit 3,7 %. Neben den patentgeschützten innovativen Präparaten verzeichnen auch Generika und Re-Importe starke Umsatzzuwächse. Im vergangenen Jahr waren drei der zehn erfolgreichsten Neueinführungen Generika-Präparate, während Re-Import-Unternehmen mit Zuwachsraten zwischen 30 % und 90 % das stärkste Wachstum erreichten.

Quelle: IMS Health GmbH & Co. OHG 2001

30. Januar 2002

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