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KKH kündigt Kooperationsvertrag mit Sanicare

06.03.2006 17:43
Der seit Mai letzten Jahres bestehende und in der Öffentlichkeit stark beachtete Belieferungsvertrag von erstattungsfähigen Arzneimitteln an KKH-Versicherte wurde jetzt mit dem "Ausdruck des Bedauerns" gekündigt. Dahinter steht jedoch eine Form von politik-verschuldeter Inländerdiskriminierung.

Grund ist, dass deutsche Versender keine (Teil-)Erstattung bei der Patientenzuzahlung leisten dürfen. Dieses Verbot gilt nicht für ausländische Versender. In Folge dessen geht die KKH mit einem holländischen Versender zusammen, weil es hierzulande „keine wirtschaftliche Alternative" gebe. Wie verlautet, handelt es sich um die Europa-Apotheke in Venlo. Nach Aussagen des Apothekeninhabers von Sanicare, Apotheker Johannes Mönter, sei wegen der noch kurzen Laufzeit kein größerer Verlust entstanden. Gleichwohl habe man mit bis zu 15.000 Kunden aus dem Kreis der KKH-Versicherten gerechnet. Wie Mönter weiter darauf hinweist, gebe es widersprüchliche Gerichtsurteile, so dass sich wohl demnächst das Bundesverwaltungsgericht damit auseinander zu setzen habe.

6. März 2006

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