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Apothekenketten schaden Senioren

05.10.2007 02:00
Nach einer aktuellen Studie des Instituts für Handelsforschung in Köln wären vor allem Senioren die Leidtragenden, wenn die von Apothekern geführten Einzelapotheken den Filialen großer Konzerne weichen müssten. Darüber berichtet die "Neue Apotheken Jllustrierte" in der Ausgabe vom 15. September 2007.

„Ältere Menschen benötigen vielfältige individuelle Dienstleistungen", erklärt Studienleiter Dr. Markus Preißner. Handelsketten bieten jedoch in allen Filialen dieselben Standardleistungen an. Beratung und Service kämen oft zu kurz, da es an qualifiziertem Personal mangele. Gerade Ältere benötigten jedoch ausführliche Beratung, da sie häufig verschiedene Medikamente einnehmen müssten. „Das persönliche Beratungsgespräch zwischen Patient und Experten ist durch nichts zu ersetzen. Nicht durch eine Telefon-Hotline und nicht durch eine Internetseite", ist sich Preißner sicher. Die Bildung von Apothekenketten gefährde zudem die wohnortnahe Versorgung. Gerade Senioren sind jedoch auf kurze Wege angewiesen. In vielen Branchen hat sich in den vergangenen Jahren gezeigt, dass das Auftreten von Handelsketten zu einer Konzentration der Filialen in den Innenstädten führt.

 

5. Oktober 2007

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