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In den Papierkorb?

30.01.2009 16:58
Laut einer von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in Auftrag gegebenen und von Ökonomen des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) und der Universität Duisburg-Essen durchgeführten Studie könnten die Kassen durch eine Kürzung der Apothekenmargen um zwei Euro jährlich 1,2 Milliarden Euro sparen. Gegenüber "Apotheke Adhoc" erklärte Professor Dr. Stefan Felder: "Wir haben einfach eine Annahme getroffen, dass man die Marge um zwei Euro senken könnte. Aber diese Annahme ist nicht weiter begründet."

Nach Felders Meinung ist die hohe Apothekendichte in Deutschland ein Grund für die derzeit hohen Kosten, weshalb er sich für eine Deregulierung des Apothekenmarktes ausspricht. Ohne Fremd- und Mehrbesitzverbot würden die Margen „ins Rutschen geraten", denn die Partner könnten dann direkt miteinander verhandeln. „Wir sehen nicht ein, warum es eine gesetzliche Regulierung geben soll", wird Felder von „Apotheke Adhoc" zitiert.
Dazu erklärte ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf: „Diese so genannte Studie gehört in den Papierkorb." Das Honorar sei bereits mehrfach, zuletzt 2007, gekappt worden, eine weitere Kürzung komme „einem kompletten Ertragsverlust für alle 21.560 deutschen Apotheken gleich".
Die INSM-Studie sieht außerdem auch Kürzungen beim Großhandel, den niedergelassenen Ärzten und den Krankenhäusern vor. Insgesamt wurden Einsparpotenziale von 9,8 Milliarden Euro errechnet, wodurch der Kassenbeitrag um einen Prozentpunkt gesenkt werden könnte. „Die Mär von Milliarden-Einsparungen bei den Krankenhäusern wird auch durch ständiges Wiederholen nicht glaubwürdiger", meint dazu Georg Baum, Geschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), und Rudolf Henke, Vorsitzender des Marburger Bundes spricht von „Gesundheitspolitik auf Stammtisch-Niveau".


 

30. Januar 2009

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