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"Obszöne Medikamentenpreise

07.07.2010 12:22
Im Ärzte-Netzwerk Hippokranet hat sich eine Gruppe "Ärztebündnis gegen obszöne Medikamentenpreise" (ÄBOM) formiert. Im Bereich der Krebstherapie würden seit Jahren "Eurobeträge in Milliardenhöhe verschleudert", selbst "absurdeste, ja obszöne Medikamentenpreise von über 100.000 Euro werden ohne mit der Wimper zu zucken von den Krankenkassen bezahlt", schrieb das ÄBOM in einem offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler.

In den „Behördenstübchen" wird nach Ansicht des ÄBOM-Sprechers Dr. Jürgen Tacke „peinlich darauf geachtet, nicht bei der Pharmaindustrie anzuecken", selbst der Vorsitzende des G-BA Dr. Rainer Hess knicke vor der Pharma-Industrie ein. Es mache keinen Sinn, „die an der Basis arbeitenden Ärzte mit immer neuen Regulierungen zu überhäufen, um hier und da noch einige Hundert Euro zu sparen", während gleichzeitig „Milliarden Euro sinnlos für die Pharmakonzerne zum Fenster herausgeworfen" würden. „Ein Gesundheitsminister kann sich durchmogeln oder die Wahrheit sagen. Greifen Sie durch, Herr Minister!", fordert Tacke Rösler auf.

 

2. Juli 2010