Sie sind hier: Startseite News Apothekenexklusive Produkte in Drogeriemärkten
x
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Apothekenexklusive Produkte in Drogeriemärkten

29.07.2010 15:15
Apothekenexklusive Markenprodukte werden von Verbrauchern oft als wirksamer und vertrauensvoller eingestuft als Gesundheitsprodukte, die auch oder ausschließlich in anderen Geschäften angeboten werden. Bisher als apothekenexklusiv geltende Produkte werden in Drogeriemärkten zu Preisen angeboten, die deutlich unterhalb der unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller (UVP) liegen. Dies hat eine vom Kölner Institut für Handelsforschung (IfH) und der globaleyez GmbH im Mai 2010 durchgeführte Marktbeobachtung in Filialen der Drogeriemarktketten dm und Rossmann ergeben.

So wurde beispielsweise bei WICK VapoRub Erkältungssalbe (50 g) ein Preisabschlag von 21,3 Prozent gegenüber der UVP beobachtet. Bei der 30er Packung Priorin von Bayer lag der Verkaufspreis im Drogeriemarkt 25,3 Prozent unterhalb der Hersteller-Preisempfehlung. Die in Drogeriemärkten zu beobachtenden Preisabschläge mögen Verbraucher erfreuen, für die Hersteller der Produkte und die Positionierung der entsprechenden Marken bringen diese nach Ansicht des IfH mittel- bis langfristig jedoch Probleme mit sich. „Das zeigt ein Blick in andere Branchen", so IfH-Apothekenexperte Dr. Markus Preißner. „Wozu Mehrkanalstrategien und Preiskämpfe führen können, hat man in anderen Branchen gesehen. Seit Kochtöpfe, Porzellan und Bestecke edler Manufakturen auch als Sonderposten in Möbelhäusern angeboten werden, haben die entsprechenden Marken ein Image- und die eingebundenen Fachhändler ein Absatzproblem." Diese Entwicklung drohe nach Preißner ebenso bei bekannten Arzneimittelmarken, wenn diese auch außerhalb der Apotheke angeboten werden. In besonderer Weise gelte dies, wenn die UVP in heterogenen Vertriebskanälen über einen längeren Zeitraum hinweg unterboten würde. „Die Verbraucherpreisempfehlungen der Hersteller werden von den Verbrauchern dann letzen Endes als Mondpreise wahrgenommen. Die Apotheken, die sich an die UVP halten, gelten dann oftmals als überteuert und werden abgestraft", so Preißner.

 

27. Juli 2010

Artikelaktionen
Editorial

Editorial_Peter_Stegmaier.jpg

Editorial 05/2021

Digitale Potenziale

Specials

Termine
Webinar am 18. Mai 2021: Ganzheitliche Strategie der Personalgewinnung und -bindung 18.05.2021 14:00 - 15:00 — online
8. Pharma Multichannel Management Tagung 08.07.2021 09:00 - 16:00 — online
Sommerspecial Heilmittelwerberecht und Wettbewerbsrecht 08.07.2021 - 09.07.2021 — online
Der Medical Manager 13.07.2021 - 14.07.2021 — online
OTC - Marketing & Vertrieb 13.07.2021 - 24.08.2021 — online
Kommende Termine…