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Apothekenkooperationen: Leistungsfähigkeit schlägt Größe

20.02.2019 10:39
Apothekenkooperationen unterschiedlicher Größe und Gesellschafterstrukturen sind ein fester Bestandteil der deutschen Apothekenlandschaft. Dabei haben die Kooperationen den Anspruch ihre Mitglieder zu fördern und im dynamischen Apothekenmarkt erfolgreicher zu machen. Sempora Consulting hat im Zeitraum Januar und Februar 2019 erneut – und nun bereits zum 16. Mal – die entscheidenden Akteure auf dem Apothekenmarkt u.a. zu Apothekenkooperationen befragt. Dabei wurden die Meinungen und Einschätzungen von 49 Entscheidern aus Pharmaunternehmen und von 1.000 Konsumenten eingeholt. Hier ein „Sneak Preview“ mit dem Fokus auf Apothekenkooperationen.

55 Prozent der Hersteller sind der Meinung, dass die Bedeutung von Apotheken in Zukunft steigen wird. 94 Prozent der befragten Industrieunternehmen gehen hingegen von einer verstärkten Bedeutung von Versandapotheken aus. Auch die generelle Zufriedenheit in der Zusammenarbeit fällt bei Versandapotheken besser aus (3,59 Sterne im Vergleich zu 3,34 Sternen) als bei den Apothekenkooperationen.

In der Studie bewerten Pharmaherstellen die Gesamtleistung der Apothekenkooperationen anhand von Schulnoten (siehe Abbildung). Mit einem Schnitt von 2,1 belegen die easyApotheken eindeutig Platz 1. Es folgen mit einer Note von 2,2 Migasa und Gesund-leben-Apotheken mit einer Note von 2,4. Kleinere Kooperationen mit einer hohen Umsetzungstreue von vereinbarten Aktivitäten sind somit bei der Industrie beliebter als die großhandelsgesteuerten, flächendeckenden Kooperationen. Alphega, Livplus und Wave-Apotheken befinden sich auf den hinteren Plätzen. Grundsätzlich lässt sich erkennen, dass die Leistungen der Kooperationen mit einer durchschnittlichen Note von 3,0 einen leicht niedrigeren Wert erreichen als im Vorjahr (Durchschnitt 2018 2,9).

„Die Pharmaindustrie validiert genau, mit welchen Apothekenkooperationen eine Zusammenarbeit sinnvoll ist. Die Leistung/Gegenleistung muss stimmen. Leider ist dies bei vielen Kooperationen nicht gegeben“, weiß Tobias Brodtkorb, Managing Partner von Sempora Consulting.

Mit einer gestützten Bekanntheit von 65 Prozent bleibt DocMorris die bekannteste Apothekenmarke. Der Konsument scheint nicht zwischen der Versandapotheke und stationären Modellen unter der Marke DocMorris zu differenzieren – denn DocMorris als stationäres Apothekenkonzept ist nicht mehr am Markt vertreten. Es ist jedoch davon auszugehen, dass eine Rückkehr von DocMorris als stationäre Apotheke beim Verbraucher auf hohe Akzeptanz stoßen würde.

Linda-Apotheken zeigen eine gestützte Markenbekanntheit von 51 Prozent – hier ist der Außenauftritt deutlich weniger prominent, jedoch ist die Zusammenarbeit mit Payback ein wichtiges Element, die Bekanntheit der Marke Linda voranzutreiben. Als weiteres Apothekenkonzept mit klarem Markenauftritt ist easyApotheke bei 22 Prozent der Befragten bekannt. Bei den meisten Playern stagniert die Bekanntheit im Vergleich zum Vorjahr.

„Die meisten Kooperationen haben es nicht geschafft, ein Markenimage beim Apothekenkunden aufzubauen. Mittelfristig werden die Kooperationen am Markt überleben, die eine partnerschaftliche erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Industrie und anderen Playern im Gesundheitsmarkt vorweisen können. Dabei wird auch die Unterstützung der Apotheken im Bereich Digitalisierung im Kampf gegen Amazon & Co. von hoher Bedeutung sein“, resümiert Tobias Brodtkorb.

Die vollständige Studie kann an Mitte März für eine Schutzgebühr von € 800,- von Sempora Consulting, Bad Homburg, bezogen werden (www.sempora.com).

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