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Apothekenversandhandel mit OTC-Produkten weiterhin auf Wachstumskurs

10.10.2018 12:43
Ob Schmerzmittel, Kosmetika oder Nahrungsergänzungsmittel – immer mehr Kunden in Deutschland und Österreich beziehen ihre freiverkäuflichen Apothekenprodukte online.

Der Umsatz von rezeptfreien Artikeln über digitale Vertriebskanäle wuchs laut Marktforschungsinstitut IQVIA im vergangenen Jahr in Deutschland und Österreich zweistellig. Auch stationäre Apotheken können von diesem Trend profitieren. Gerade die Kombination aus öffentlichem Verkauf und Versandhandel ermöglicht traditionellen Apotheken attraktive Chancen, ihren Kundenstamm durch neue Vertriebskanäle zu binden und zu erweitern, rät das branchenspezifische Preisvergleichsportalapomio.de und bietet "wertvolle Unterstützung bei der erfolgreichen Etablierung eines Webshops" an.

Dabei bezieht sich das Unternehmen auf die jüngsten Zahlen von IQVIA: Von den insgesamt 13,3 Milliarden Euro Umsatz (zu effektiven Verkaufspreisen) mit rezeptfreien Produkten in Deutschland entfallen in 2017 gut 1,7 Milliarden Euro beziehungsweise 13 Prozent auf den Versandhandel. Damit erhöhe sich der Marktanteil weiterhin kontinuierlich um einen Prozentpunkt pro Jahr. In Österreich stieg der Umsatz im gleichen Zeitraum um 1,4 Prozent. Auch für 2018 zeige sich nach ersten Erhebungen kein Ende dieser "florierenden Entwicklung".

Schmerz- und Nahrungsergänzungsmittel Verkaufsschlager im Internet

Zu den Verkaufsschlagern an der Online-Kasse zählen vor allem OTC(Over-the-Counter)-Arznei- und Gesundheitsmittel wie zum Beispiel Schmerz- und Nahrungsergänzungsmittel mit einem Anteil von 77 Prozent am Gesamtumsatz im Versandhandel. Den zweitgrößten Anteil vereint das Segment der Produkte zur Körperpflege und Kosmetik mit insgesamt 16 Prozent. Der letztgenannte Bereich verzeichnet zugleich den größten Zuwachs zum Vorjahr mit einem Umsatzplus von 19 Prozent.

"Chancen liegen in erfolgreicher Kombination"

Auch stationäre Apotheken können von diesem Umsatzwachstum profitieren, müssen dafür aber den Weg ins Internet als zusätzlichen Vertriebskanal gehen, so apomio.de in einer Pressemitteilung. Das würden bisher nur wenige machen. In Deutschland gibt es insgesamt knapp 20.000 Apotheken. Davon hätten zwar rund 3.600 Apotheken eine Versandhandelserlaubnis, aber nur 4,1 Prozent von ihnen nutzten den Online-Handel als zweites Standbein. In Österreich, wo der Online-Handel ausschließlich mit OTC-Produkten erst seit 2015 erlaubt ist, seien es noch weniger: Nur 2,9 Prozent beziehungsweise 40 der insgesamt 1.357 öffentlichen Apotheken. Dabei schaffe die Kombination beider Vertriebskanäle auch der traditionellen Apotheke vor Ort interessante Zukunftsperspektiven, "insbesondere, weil das Internet auch effektive Instrumente der Vertriebsunterstützung on- und offline bietet".

Preisvergleich schafft Reichweite

So sorge allein die Anbindung an Preisvergleichsportale – diese seien in der Regel erste Anlaufstelle für preissensible Onlinekäufer – für eine enorme Reichweite und Sichtbarkeit bei potenziellen Kunden. Auf apomio.de finden die Suchenden neben dem Preisvergleich für einzelne Produkte unter anderem auch den günstigsten Preis für den gesamten Warenkorb – mit und ohne Versandkosten. Damit erspare mitunter der Gang in eine Apotheke im näheren Umkreis hohe Versandkosten und gewinne an Attraktivität. Über die Kommentarfunktion können Apotheken darüber hinaus mit ihren Kunden in Kontakt treten und sich durch eine gute Beratung etablieren. "Das schafft Vertrauen und führt dazu, dass Kunden ihre Produkte nicht nur bei den Branchenriesen beziehen. Zumal längst nicht immer der Preis der kaufentscheidende Faktor ist."





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