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Club der Gesundheitswirtschaft vergibt Zukunftspreis 2019 an Iqvia

06.11.2019 09:58
Iqvia Commercial erhält in diesem Jahr den „Zukunftspreis Gesundheitswirtschaft“ für den Aufbau eines onkologischen Datenaustauschnetzwerkes in Europa. Der seit 2008 vergebene Preis soll Aufmerksamkeit für Innovationen in der Gesundheitswirtschaft schaffen und diese einem Expertenkreis aus Krankenhaus, Industrie, Medien und Dienstleistung bekannt machen.

Kriterien für die Vergabe des Zukunftspreises Gesundheitswirtschaft sind Originalität, Kreativität, Netzwerkcharakter, Praktikabilität, Patienten- bzw. Kundennutzen, gesellschaftliche Relevanz und Kosteneffizienz von Projekten oder Produkten aus allen Bereichen der Gesundheitswirtschaft. Die Teilnehmer der Endrunde präsentieren in maximal 10 Minuten ihre Themen. Der Sieger der geheimen Wahl bestimmt sich nach der einfachen Mehrheit abgegebener Stimmen der Jury aus Mitgliedern des Clubs der Gesundheitswirtschaft (cdgw) und ausgewählten Experten.

„Das Ziel des von Iqvia aufgebauten onkologischen Datennetzwerkes (ODN) besteht darin, Innovationen im Bereich der medikamentösen Krebstherapie durch die Vernetzung der onkologischen Gemeinschaft sowohl auf europäischer als auch regionaler Ebene zu fördern. Dadurch soll sowohl die Entwicklung innovativer Medikamente beschleunigt als auch der Zugang zu neuen Behandlungen für Patienten ermöglicht werden“, erklärt Projektleiter Dr. med. Thorsten Dusberger.

Angesichts der stetig zunehmenden Anzahl und Wirkmechanismen in der Onkologie ergeben sich neue Herausforderungen sowohl für die Behandlung als auch für die Finanzierung. Da neue Substanzen zunehmend auf die Anwendung bei kleinen Patientengruppen ausgerichtet sind, wird die Entwicklung neuer Wirkprinzipien entsprechend immer aufwändiger und damit teurer, wodurch die Therapiekosten steigen. Damit zukünftige Forschung weiterhin in hoher Qualität stattfinden kann, gleichzeitig jedoch eine finanzielle Nachhaltigkeit sichergestellt wird, braucht es einen Austausch über Behandlungen, der aufgrund der kleineren Patientenpopulationen länderübergreifend aufgestellt ist. Dies leistet die europäische Datenaustauschplattform des ODN.

Die digitale Sammlung, Validierung und Analyse der Behandlungsinformationen erfolgt unter Berücksichtigung der Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) automatisiert und steht damit jedem teilnehmenden Studienzentrum nahezu in Echtzeit zur Verfügung. Damit lassen sich Erkenntnisse zu neuen Therapien und zu Verbesserungen bei bestehenden Behandlungen schneller gewinnen. Auch werden umfassende Einblicke in die Anwendung von Krebsmedikamenten in der klinischen Routine ermöglicht. Außerdem ist ein Benchmarking mit anderen, am Netzwerk beteiligten Studienzentren machbar. Bei Stand August 2019 arbeiten bereits über 120 Krankenhäuser aus sieben Ländern am ODN mit.

Für pharmazeutische Unternehmen bieten die im ODN erhobenen „Real World Daten“ ebenfalls Erkenntnisse, z.B. zum Einsatz von Medikamenten oder auch für die Verbesserung und Durchführung klinischer Studien. „Ohne gute Daten ist effektive Forschung heutzutage nicht mehr möglich. Das ODN stellt einen innovativen Ansatz dar, um dringend benötigte Informationen in bisher ungekannter Qualität und Geschwindigkeit zu erhalten. Dies liegt letztlich im Sinne aller, der Patienten und Ärzte, aber auch der Industrie und Kostenträger sowie der Gesellschaft“ resümiert Dusberger.

Das Preisgeld von 2.500 Euro wird Iqvia an zwei Vereine im Raum Frankfurt spenden, die sich um krebskranke Kinder kümmern.

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