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Wie läuft es für die #PflegeNachCorona?

13.05.2020 15:49
Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) lenkt mit der Kampagne #PflegeNachCorona den Blick auf die in der Corona-Krise gemachten Versprechen seitens der Politik und fordert, dass der häufig verbalisierten Aufwertung der Berufsgruppe jetzt auch eine Umsetzung in die Praxis folgen muss.

Beruflich Pflegende sind „systemrelevant“ – darüber sind sich Politik und Gesellschaft seit Beginn der Covid-19-Pandemie offenbar einig. Der anfängliche Applaus im Bundestag und auf den Balkonen wird jedoch leiser, der angekündigte Pandemie-Bonus werde längst nicht alle professionell Pflegenden erreichen, vermutet der Verband. Von vielen Politikern in Bund und Ländern ist in diesen Wochen der Krise eine Neubewertung des Stellenwerts der Pflegeberufe und die Neujustierung des Gesundheitssystems in Aussicht gestellt worden. Allerdings stehe zu befürchten, dass diese Versprechen „nach Corona“ schnell wieder in Vergessenheit geraten. Mit der heute gestarteten Kampagne #PflegeNachCorona fordert der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) von Entscheidern aller Ebenen, dass auf Worte nun auch Taten folgen.

Seit dem Internationalen Tag der Pflegenden 2020 am 12. Mai, bietet der DBfK beruflich Pflegenden mit www.pflegenachcorona.de eine Plattform, auf der Forderungen an Politik und Gesellschaft u.a. zu den Themen Mitsprache, Bezahlung, Arbeitsbedingungen, Bildung und Gesundheit formuliert werden können. Aktionen in den kommenden Wochen sollen den gesammelten Forderungen bis zu einer Abschlusskundgebung im November 2020 Nachdruck verleihen, Adressaten werden u.a. die Gesundheitsministerien auf Landes- und Bundesebene, Bundeskanzlerin und Bundespräsident sein.

In den Sozialen Medien macht der Hashtag #PflegeNachCorona auf die Aktion aufmerksam. Wir rufen alle beruflich Pflegenden auf, sich an der Kampagne zu beteiligen. „Noch heute leiden unsere Kolleginnen und Kollegen unter einem historisch geprägten Bild der Pflegeberufe, das nicht mehr haltbar ist und die Zukunft der professionellen Pflege gefährdet. Eine zeitgemäße Neubewertung des Berufs muss dem gesellschaftlichen und fachlichen Anspruch an beruflich Pflegende Rechnung tragen. Die Pflege nach Corona ist eine Chance für längst überfällige Veränderungen“, erklärt Prof. Christel Bienstein, Präsidentin des DBfK.

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