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Generika, Biosimilar und Biotech-Markt mit Wachstum

12.01.2016 13:07
Die Gesundheitswirtschaft geht mit vorsichtigem Optimismus ins neue Jahr, wie der „2016 Global Life Sciences Outlook“ von Deloitte zeigt. Multinationale Unternehmen aus den Bereichen Pharma, Biotechnologie und Medizintechnik erwarten jedoch, trotz steigender Nachfrage, bis 2019 ein geringeres Wachstum als vor Beginn der Rezession 2009. Als Umsatztreiber macht die Sudie Biotech-Medikamente und zunehmend auch digitale Services wie E-Health-Plattformen zur individuellen Patientenversorgung aus.
Immer häufiger greifen Verordner aus Kostengründen zu Generika und Biosimilars. Dadurch verschieben sich die Märkte: Der Anteil für Generika am gesamten britischen Pharmamarkt betrug beispielsweise 2012 bereits 84 Prozent. Dieser Boom führt bei Herstellern traditioneller Originalpräparate zu Umsatzeinbußen. Das betrifft sowohl entwickelte Märkte als auch Schwellenländer. Gleichzeitig haben aber auch Generika-Produzenten Kapazitätsengpässe aufgrund der schnell steigenden Nachfrage, ist in der Studie zu lesen.
Biotech-Markt wächst

Der Anteil von Biotech-Medikamenten einschließlich Impfstoffen, monoklonalen Antikörpern und rekombinanten Produkten am Gesamtabsatz der Pharmabranche liegt derzeit bei 18 Prozent, wird aber voraussichtlich auf 26 Prozent bis zum Jahr 2019 steigen.

Patienten- und Arzneimittelsicherheit im Fokus

Weltweit verstärken die Aufsichtsbehörden die regulatorischen Auflagen für die Branche. Schwerpunkte sind zunehmend „Off-label“-Einsätze (zulassungsüberschreitende Anwendungen), mangelhaftes Management der Arzneimittelsicherheit oder auch die Offenlegung klinischer Studien.

Pharma: nach kurzem Einbruch wieder Aufwind

Als Folge rückläufiger Gesundheitsausgaben weltweit im Jahr 2015 rechnet die Pharmaindustrie mit einem leichten Rückgang des Medikamentenumsatzes um 2,7 Prozent. Verantwortlich dafür sind der Preisdruck in den USA sowie die labile wirtschaftliche Lage in Brasilien, Russland und China – auf diese vier Länder entfallen rund 50 Prozent des weltweiten Pharma-Umsatzes. Zusätzlich gehen staatliche Gesundheitsbudgets sowie die Ausgaben von Selbstzahlern zurück.

Für 2016 bis 2019 rechnet die Branche jedoch bereits wieder mit einem Anstieg um durchschnittlich 4,3 Prozent pro Jahr, auch wenn die Renditen für Neuentwicklungen der weltweit agierenden Pharmakonzerne im vergangenen Jahr im Schnitt auf 4,2 Prozent (2010: 10,2 Prozent) gesunken sind, wie die Deloitte-Studie „Measuring the return from pharmaceutical innovation 2015“ offenbart. Der Umsatz habe sich in der gleichen Zeit halbiert, was nach Auffassung der Studienautoren nicht ausreichend sei, um damit in neue Innovationen investieren zu können.

Herausforderungen durch Kostensenkung

Haupttreiber des positiven Trends in der Pharmabranche sind laut Studie steigende Lebenserwartung, die Zunahme chronischer Krankheiten und die Einführung innovativer und häufig auch zugleich teurer Therapien, zum Beispiel gegen Krebs oder Hepatitis C. Allerdings haben viele Länder Maßnahmen getroffen, um die Kosten im Gesundheitswesen einzudämmen: Dazu zählen u.a. Preisgrenzen, Zwangsrabatte sowie nutzenbasierte Preisgestaltung und Erstattungsmodelle.

Wachstum in der Medizintechnik

Solide jährliche Wachstumsraten von 4,1 Prozent (2015–2019) werden nach den Studienergebnissen für den Medizintechnik-Markt erwartet. Die In-vitro-Diagnostik (IVD) ist der hier größte Bereich, er wird zwischen 2016 und 2020 jährlich um 5,1 Prozent wachsen, wobei ein Umsatz von 67,3 Milliarden US-Dollar erwartet wird, was rund 14 Prozent des Weltmarkts entspricht.

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