Sie sind hier: Startseite News Deutscher Eishockey-Bund wirbt für App zum Reaktions-Check
x
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Deutscher Eishockey-Bund wirbt für App zum Reaktions-Check

14.07.2020 10:23
Der Dachverband fordert seine Vereine und Aktiven in einem Schreiben zur flächendeckenden Nutzung der von der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung entwickelten Gehirn-Erschütterungs-Test-App (GET-App) auf, um Gehirnerschütterungen frühzeitig erkennen und behandeln zu können.

"Ich bin ein großer Verfechter der GET-App", erklärt Karl Schwarzenbrunner, Bundestrainer für Wissenschaft und Ausbildung beim Deutschen Eishockey-Bund, das Engagement des Verbandes. "Wir stellen sie bei jeder Trainerausbildung des Deutschen Eishockey-Bundes vor und halten sie nicht nur im Profibereich für wichtig, sondern genauso im Nachwuchs bis hin zum Freizeitsport."

Die Anwendung ermögliche es den Trainer*innen und Betreuer*innen, Baseline-Werte für ein gesamtes Team zu speichern, um im Notfall sofort darauf zurückgreifen und Veränderungen erkennen zu können (Baseline = Ruhewert, der vor der Saison erhoben wird).

"Die GET-App ist einfach zu benutzen, hat eine hohe Validität und ist ein einfaches Werkzeug für die Trainer, um im Fall der Fälle die notwendigen Vergleiche ziehen zu können", betont Schwarzenbrunner den Nutzen. "Wir befördern daher das ganze Thema auf unseren Wissens- und Trainingsplattformen und machen auf Plakaten darauf aufmerksam, damit wir es in die Breite tragen."

Bei der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung freut man sich über die Initiative des Deutschen Eishockey-Bundes: "Gehirnerschütterungen müssen schnell erkannt und ernst genommen werden", betont Geschäftsführerin Helga Lüngen. "Daher freuen wir uns sehr über den Einsatz des Deutschen Eishockey-Bundes für unsere GET-App. Wir hoffen, dass andere Dach- und Fachverbände nun mit einer ähnlichen Empfehlung nachziehen – und sich die GET-App so auch in den anderen Mannschaftssportarten etabliert."

Insgesamt erleiden laut Stiftung jährlich 270.000 Menschen in Deutschland ein Schädelhirntrauma, alleine im Sport würden jedes Jahr rund 44.000 Gehirnerschütterungen diagnostiziert. Eigenen Schätzungen zufolge liege die Dunkelziffer rund dreimal so hoch – auch, weil die Verletzung oft unerkannt bleibe.

Dr. Axel Gänsslen gehört zu den Initiatoren der Kampagne "Schütz deinen Kopf!". Der Mannschaftsarzt des Eishockey-Erstligisten Grizzlys Wolfsburg weiß, dass gerade im Amateur- und Breitensport oft das Wissen fehlt, um eine Gehirnerschütterung zu erkennen. "Das Ziel der App ist es, dass wir auch einem Nicht-Mediziner ermöglichen, festzustellen, ob es eine Gehirnerschütterung sein könnte", erklärt der Unfallchirurg. Im integrierten Notfalltest der GET-App werden die Symptome innerhalb von wenigen Minuten abgefragt, ergänzt durch einen Reaktions- und Gleichgewichtstest.

Unterstützt wurde die Weiterentwicklung der GET-App von der Willy Robert Pitzer Stiftung und der gesetzlichen Unfallversicherung VBG. Diese hat nun einen zusätzlichen Anreiz für die Nutzung geschaffen: Setze eine Mannschaft mit mindestens einem VBG-versicherten Mitglied die Baseline-Testung um, zahle die Unfallversicherung eine Prämie in Höhe von 300 Euro – und das bis zu zweimal in einer Saison.

Specials

Termine
Pharma-Key-Account-Management 23.09.2021 09:00 - 17:00 — online
Informationsbeauftragter - Sommerakademie 28.09.2021 - 29.09.2021 — online
Patient Support Programme 30.09.2021 09:00 - 17:00 — online
Zentrale Notaufnahme im Fokus 05.10.2021 08:30 - 17:00 — Düsseldorf
Lernen aus der Missing-Data-Krise: Die Rolle von Daten in der Versorgung 05.10.2021 17:00 - 18:00 — Virtuell
Kommende Termine…