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DoctorBox verzeichnet wachsende Nachfrage bei Gesundheitsakte

14.01.2020 13:11
DoctorBox, Anbieter der gleichnamigen digitalen und kassenunabhängigen Gesundheitsakte, zieht eine positive Bilanz für 2019: Die Patienten-App habe das Jahr als „Top 1 Medizin-App“ im Google Play Store beendet und verzeichne Downloads im sechsstelligen Bereich. Ziel für 2020 solll sein, die Anwendung als zentrales Managementtool für den Patienten mit einheitlichen Standards zu erweitern.

„Die stark gestiegenen Downloadzahlen der DoctorBox belegen den wachsenden Bedarf an unabhängigen Lösungen zur effizienten Handhabung der eigenen Gesundheitsdaten“, resümiert Priv. Doz. Dr. med. Oliver Miltner, niedergelassener Orthopäde und Unfallchirurg sowie Gründer und Geschäftsführer von DoctorBox. Bei der kostenfreien Patienten-App stehe der Nutzer im Zentrum und verfügt jederzeit über die Hoheit seiner Daten. Mehr als die Hälfte der App-Downloads im vergangenen Jahr sei von Personen über 50 Jahre getätigt worden.

„Die digitale Gesundheitsversorgung wird 2020 eines der brennendsten Themen im öffentlichen Diskurs sein“, erklärt der Mediziner. „Damit alle Beteiligten langfristig von der Entwicklung profitieren, müssen wir jetzt Lösungen entwickeln, die einen standardisierten Austausch von Daten ermöglichen. Nur so können diese auch in Zukunft den gewünschten Mehrwert bieten und die Effizienz des Gesundheitssystems steigern“, erklärt der Mediziner die aktuelle Situation der E-Health-Branche und fasst seine Pläne für 2020 zusammen: „In diesem Jahr werden wir uns auf den Ausbau der Funktionen und der Interoperabilität mit Drittanbietern konzentrieren.“ Als langfristiges Ziel gibt das Unternehmen aus, die DoctorBox als digitale Plattform für Patienten, Ärzte, Apotheken zu etablieren und E-Health-Startups eine datensichere Infrastruktur zur Verfügung zu stellen.

Mit der DoctorBox verwaltet der Patient seine Gesundheitsdaten auf dem Smartphone. Aufwendige Papier-Dokumentationen der Krankheitsgeschichte entfallen durch die App-Nutzung ebenso wie das Abfragen von vorhandenen Materialien in unterschiedlichen Arztpraxen. Wichtige Dokumente wie MRTs, Befunde oder der Impfpass sind jederzeit durch den Anwender digital abrufbar. Dadurch kann die Effizienz im Gesundheitswesen für alle Beteiligten steigen.

Der im Juli 2019 eingeführte Notfallsticker habe ebenfalls zu einem Wachstum der Downloadzahlen geführt. Über das Zusatzangebot können Patienten wichtige Informationen für Ersthelfer hinterlegen: Blutgruppe, Allergien, Impfpass oder Medikamentenpläne sind dann über den Scan eines QR-Codes auf dem Sticker abrufbar. Dem Nutzer stehen darüber hinaus hilfreiche Funktionen in der App zur Verfügung, darunter ein Schmerztagebuch sowie eine Übersicht anstehender Arzttermine. Weitere Dokumente wie Mutterpass oder Organspendeausweis können darin zusätzlich gespeichert werden.

Mit der Verabschiedung des Digitale-Versorgung-Gesetzes (DVG) stellte Jens Spahn im vergangenen Jahr die Weichen für ein digitales Gesundheitswesen. Die Einführung des E-Rezepts und Apps auf Rezept werden den Arztbesuch verändern. Entscheidende Schritte erwartet die Branche auch in den Vorbereitungen für die elektronische Patientenakte, die ab 2021 jede Krankenkasse anbieten muss.

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