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Ausgezeichnet: HMG Systems Engineering

10.07.2019 14:55
Die HMG Systems Engineering GmbH und Entrepreneurin Herna Munoz-Galeano wurden mit dem IHK-Gründerpreis Mittelfranken 2019 ausgezeichnet. Die Jury würdigte mit der Preisvergabe am 8. Juli die Entwicklung des innovativen Medizinprodukts "PGXperts", mit dem ein Arzneimittel-Interaktionscheck durchgeführt werden kann, sowie die unternehmerischen Leistungen der Gründerin und Geschäftsführerin Herna Munoz-Galeano.

Bis jetzt hatten Ärzte keine oder nur stark eingeschränkte Möglichkeiten, Erkenntnisse der Pharmakogenetik in ihre tägliche Verschreibungspraxis miteinzubeziehen. Zusätzlich zu den Gen-Wirkstoff-Interaktionen muss ein Arzt bei der Vergabe der Medikation auch die Wechselwirkungen der Medikamente untereinander betrachten. Diese komplexe Problematik müssen Ärzte innerhalb kurzer Zeit bei jeder Medikamenteneinstellung lösen. Jedem Arzt zu ermöglichen, eine maßgeschneiderte Medikation für seine Patienten zu verschreiben, motivierte Herna Munoz-Galeano und ihr Team nach eigenen Angaben zur Entwicklung der Software-Plattform "PGXperts".

Das Ziel von "PGXperts" ist nach Unternehmensangaben, jedem Arzt gesichertes und schnell anwendbares Wissen über das Zusammenspiel zwischen Arzneimitteln und den genetisch bedingten Stoffwechseleigenschaften eines Patienten zur Verfügung zu stellen. Mit Informationen zu pharmakogenetischen und pharmakologischen Interaktionsrisiken könne, innerhalb von Sekunden, die Medikation individuell für einen Patienten optimiert und die Arzneimitteltherapiesicherheit erhöht werden. Dafür interpretiert "PGXperts" relevante pharmakogenetische Informationen des Patienten. Kernstück ist eine eigene pharmakogenetische Datenbank, die den aktuellen Stand der Wissenschaft widerspiegelt. Aktuell würden 173 genetische Variationen, 40.000 Arzneimittel sowie 60 Nahrungs- und Genussmittel berücksichtigt.

In wenigen Schritten zur personalisierten Medikation

Mit "PGXperts" will HMG einen einfachen Stratifizierungsansatz für eine personalisierte Medikation in der täglichen Praxis bieten. Im ersten Schritt könnten Ärzte innerhalb von Sekunden über eine Online-Anwendung in ihrer Praxis oder mobil bei Hausbesuchen die Medikation überprüfen und Interaktionsrisiken identifizieren. So stellten die Mediziner sofort fest, ob ein genetischer Test vor dem Verschreiben eines Medikamentes notwendig oder empfehlenswert sei. Sollte dies der Fall sein, könne als zweiter Schritt eine pharmakogenetische Untersuchung zu erwogen werden.

Dafür kooperiert HMG mit dem Institut für Humangenetik des Universitätsklinikums Bonn unter Leitung von Prof. Dr. Markus Nöthen, wie das Unternehmen mitteilt. Ergebnisse und Interpretation der Untersuchung würden innerhalb einer Woche an den behandelnden Arzt gesendet. Der Bericht biete dem Arzt die detaillierte Entscheidungsgrundlage für die Optimierung der aktuellen Medikation. Als dritter Schritt erhalte der Patient sein persönliches pharmakogenetisches Profil (PGx-Profil), um zukünftige Änderungen der Medikation abzusichern. Das PGx-Profil enthalteeine Übersicht aller pharmakogenetischen Merkmale eines Patienten und den damit verbundenen Wirkstoffen, klassifiziert nach Schweregrad der Interaktionen. Aktuell im deutschsprachigen Raum verfügbar, soll "PGXperts" in naher Zukunft auch international angeboten werden.

 

Hintergrund
Mit ihren zwei Unternehmen für Systemintegration und Ingenieurdienstleistungen hatte sich Herna Munoz- Galeano bereits seit 1998 darauf spezialisiert, einfache Lösungen für komplexe Problemstellungen zu entwickeln. Anfang 2014 legte die Elektroingenieurin und Informatikerin ihre Firmen zusammen und gründete in Fürth die HMG Systems Engineering GmbH. Seit der Unternehmensgründung hat sich die Größe des Teams – mit aktuell 54 Mitarbeitern – fast vervierfacht, wie das Unternehmen mitteilt. Neben der fachlichen Kompetenz sind die Erfolgsfaktoren des Unternehmens nach Ansicht von Herna Munoz-Galeano Vielfalt, Respekt, Offenheit und Anerkennung. Diese bildeten die Basis für eine erfolgreiche Teamarbeit und Innovation.

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