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Marienhospital Stuttgart und Philips vereinbaren strategische Partnerschaft

21.10.2020 12:44
Das Marienhospital Stuttgart und das Gesundheitsunternehmen Philips haben eine über zehn Jahre angelegte strategische Zusammenarbeit vereinbart. Ziel dieser Innovationspartnerschaft ist der Ausbau der Spitzenmedizin am Marienhospital Stuttgart und die Sicherstellung der ganzheitlichen Patientenversorgung.

Das Großprojekt umfasst die Erneuerung und Weiterentwicklung des Geräteparks in der bildgebenden Diagnostik und der damit verbundenen Digitalisierungsstrategie. Weitere Säulen der Partnerschaft bilden zwei Innovationsprojekte des Marienhospitals: Zum Auftakt der Partnerschaft wird eine Lösung für die digitale Pathologie implementiert – mit dem Ziel, Qualität und Effizienz bei Diagnose, Behandlung und Prävention verschiedener Krankheiten einschließlich Krebserkrankungen zu optimieren. Mittelfristig wird die Notfallmedizin des Hauses neu konzipiert.

In verschiedenen Beratungsprojekten werden begleitend aktuelle Behandlungsstrukturen und -pfade analysiert. So lassen sich Einsparpotenziale identifizieren sowie die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität insgesamt verbessern. Die gemeinsam erarbeiteten bedarfsgerechten Technologiekonzepte sollen der Klinik eine gute Planbarkeit der Kosten bei gleichzeitiger Investitionssicherheit in allen Bereichen sichern.

Markus Mord, Geschäftsführer des Marienhospitals, erläutert: „Durch die Langfristigkeit unserer Partnerschaft wird unser Krankenhaus an den zukünftigen Technologiesprüngen in der Gesundheitsversorgung nicht nur teilhaben, sondern führend sein. Dadurch können wir unseren Patienten Diagnose- und Therapieverfahren bieten, die stets den neuesten Standards entsprechen. Wir leben Medizin und haben dabei immer das Wohl unserer Patienten im Fokus.“

Peter Vullinghs, Market Leader Philips DACH, präzisiert dabei die Rolle von Philips: „Als Lösungsanbieter sind wir darauf spezialisiert, unseren Kunden auf dem Weg zu begleiten, ganzheitliche Versorgungskonzepte entlang des Behandlungspfads für seine Patienten einzurichten. Wir freuen uns auf die nächsten Jahre vertrauensvoller Zusammenarbeit. Durch neue, höchst innovative Ansätze werden wir eine Steigerung der medizinischen Versorgungsqualität im Sinne der Patienten auf gesamter Ebene herbeiführen.“

Eines der Kernelemente in der Zusammenarbeit ist die Neugestaltung der Pathologie und ihrer Arbeitsprozesse. Zugunsten eines effizienten digitalen „Workflows“ werden Mikroskope und gläserne Objektträger sukzessive Hochleistungs-Computerarbeitsplätzen weichen. „Bei der digitalen Pathologie werden spezielle Objektträger in hochauflösende digitale Bilder umgewandelt. Diese können dann gleichzeitig verwaltet, angezeigt, analysiert, kommentiert und mit den klinisch tätigen Kollegen im Tumorboard besprochen werden. Die Diagnose und deren Diskussion kann direkt am Computerbildschirm erfolgen,“ erläutert Dr. Hans-Ulrich Markmann, leitender Arzt am Institut für Pathologie des Marienhospitals, das Vorgehen. „Der Patient erhält so schneller Klarheit, und auch die Therapie kann umgehend eingeleitet werden“, so der Mediziner weiter.

Der Austausch digitalisierter Objektträger ermöglicht darüber hinaus virtuelle Konsile mit Experten anderer Krankenhäuser. Kompetenz-Netzwerke dieser Art bündeln die Erfahrungen von in der Klinik tätigen Medizinern und die Kenntnisse ihrer forschenden Kollegen. Die Beteiligung von Medizinern mehrerer Fachrichtungen gewährleistet die hohe Qualität der nachfolgenden Behandlung.

Als erste Anlaufstelle für Patienten mit akuten gesundheitlichen Problemen spielt die Klinik für Notfallmedizin die zentrale Rolle im Versorgungskonzept des Marienhospitals. Eine Arbeitsgemeinschaft beider Partner hat den Ist-Zustand und das Entwicklungspotenzial vor dem Hintergrund eines ganzheitlichen Versorgungsansatzes betrachtet. Teil der Beurteilung waren die aktuellen Arbeitsbedingungen des Personals, die Patientensicherheit, die Prozesse und Abläufe sowie die technische Ausstattung. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse werden
in die bauliche Neuplanung und Konzeption einfließen.

„Ziel ist es, unsere Patienten bestmöglich zu versorgen. Wichtige Eckpfeiler hierfür sind neben der fachlichen und menschlichen Expertise des Teams ein prozessorientiertes Betriebskonzept, vordefinierte Patientenpfade, die Förderung der Digitalisierung und moderner Technologien. So lassen sich beste Bedingungen für eine spezialisierte, patientenorientierte und interdisziplinäre Notfallversorgung im Marienhospital schaffen“, erklärt Dr. Yves Oberländer, Ärztlicher Direktor der Klinik für Notfallmedizin.

Das ganzheitlich angelegte Partnerschaftsmodell beinhaltet außerdem die Neuausrichtung der Radiologie. Abläufe und Prozesse innerhalb der Radiologie werden seitens des Marienhospitals analysiert und neu definiert sowie die diagnostische Ausstattung schrittweise erneuert und erweitert. „Durch die Technologiepartnerschaft wachsen unsere Gerätelandschaft und die IT im Bereich Radiologie noch stärker zusammen“, prognostiziert der Erste Ärztliche Direktor Prof. Dr. Markus Zähringer. Im Fokus steht dabei, die Untersuchung für den Patienten möglichst angenehm zu gestalten: keine langen Wartezeiten und ein Höchstmaß an diagnostischer Sicherheit.

Gemäß Partnerschaftsvertrag wird Philips für die Beschaffung, Installation, Wartung (einschließlich Updates und Upgrades) und den Service der Großgeräte zuständig sein. Außerdem besteht die Verpflichtung, die Verfügbarkeit aller Geräte unter Berücksichtigung der strategischen Ausrichtung des Marienhospitals zu gewährleisten.

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