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Patentabläufe für bessere Versorgung nutzen

13.01.2016 09:44
Im Jahr 2016 verlieren Arzneimittel im Wert von 573 Mio. Euro ihren Patentschutz. Danach wird der Markteintritt von Generika erstmals für Preiswettbewerb bei diesen Wirkstoffen sorgen.

„Wichtige Patentabläufe der letzten Jahre haben aber gezeigt, dass der Markteintritt von Generika nicht nur einen besseren Zugang der Patienten zu wichtigen Arzneimitteltherapien ermöglicht, sondern gleichzeitig auch durch sinkende Kosten die Effizienz der gesamten Arzneimittelbehandlung für die GKV spürbar erhöht. Ein klarer Beweis für das positive Kosten-Nutzen-Verhältnis von Generika“, so Bork Bretthauer, Geschäftsführer von Pro Generika.

 

Bereits heute würden Patienten in drei von vier Fällen mit Generika behandelt. Auch wenn über steigende Arzneimittelausgaben berichtet werde: Für die rund 76 Prozent Versorgungsanteil, die Generika an der gesamten Arzneimittelversorgung haben, stiegen die Ausgaben der Krankenkassen nicht, vielmehr sinke sie seit Jahren kontinuierlich. So machten Generika - nach Abzug aller Rabatte, die die Hersteller den Krankenkassen gewähren - nur noch deutlich weniger als 10 Prozent der Arzneimittelausgaben der GKV aus.

„Immer mehr Versorgung für immer weniger Geld bei steigenden Qualitätsansprüchen an Arzneimittel ist kein geeignetes Konzept für eine langfristig sichere Versorgung in Deutschland. Engpässe bei Arzneimitteln zeigen auf, dass das System an seine Grenzen stößt. Wir engagieren uns daher dafür, das Rabattvertragssystem so weiterzuentwickeln, dass mögliche Lieferausfälle nicht auf die Versorgung der Patienten durchschlagen. Das kann erreicht werden, in dem Unternehmen hinreichend Zeit für die Arzneimittelproduktion eingeräumt wird und Zuschläge in Rabattverträgen an mehr als nur ein Unternehmen vergeben werden“, so Bretthauer abschließend.

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