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SoVD: Gegen Praxisgebühr, für Bürgerversicherung

13.12.2011 17:10
Zur aktuellen Diskussion über die Praxisgebühr erteilte der Präsident des Sozialverbands Deutschland (SoVD), Adolf Bauer, "diesen einseitigen Belastungen der Versicherten" eine klare Absage.

Die Praxisgebühr benachteilige insbesondere chronisch kranke, behinderte und ältere Menschen. Sie würden für eine Gebühr zur Kasse gebeten, die als Steuerungsinstrument zur Absenkung der Arztbesuche nachweisbar untauglich sei. "Um zu mehr Solidarität in der Gesetzlichen Krankenversicherung zurückzukehren", so Bauer weiter, "muss die Praxisgebühr zu Gunsten eines gerechteren Finanzierungsmodells fallen. Durch eine höhere Beitragsbemessungsgrenze könnte die Finanzierungsbasis der GKV in einem ersten Schritt deutlich verbessert werden. Damit zudem der Wiedereinstieg in ein paritätisch finanziertes und bedarfsorientiertes Gesundheitssystem gelingt, ist die Einführung einer Bürgerversicherung erforderlich."