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pro AvO entwickelt digitale Apotheken-Plattform

18.09.2019 15:09
Die Initiative pro AvO (pro Apotheke vor Ort) entwickelt ein digitales Versorgungsnetzwerk mit Apothekendienstleistungen für ganz Deutschland, das sich an den Bedürfnissen und den Kontaktpunkten der Konsumenten ausrichtet. Das Portal geht spätestens mit dem eRezept an den Start. Es soll den Kunden überall und jederzeit den unmittelbaren Zugriff auf die Leistungen von möglichst allen 19.300 Apotheken bieten. Die Gründer der Initiative pro AvO sind Rowa, Gehe, Noventi, Sanacorp und die Wort & Bild-Verlagsgruppe.

Mit dem eRezept und der elektronischen Patientenakte (ePA) wird der Deutsche Apothekenkunde digitaler, weil es noch einfacher wird, ein Medikament online zu bestellen. "Wir erwarten, dass das eRezept eine Systemänderung bewirkt. Das Portal der pro AvO wird die einfache und unkomplizierte Anlaufstelle für den Patienten sein, um schnell und ohne großen Aufwand zu seinem Medikament zu kommen. Wir unterstützen dabei den Deutschen Apothekerverband in seinen Bestrebungen für eine einheitliche webbasierte Lösung für das eRezept", so Peter Menk, Geschäftsführer von pro AvO.

Wenn das eRezept 2020 eingeführt werde, biete pro AvO die Plattform, über die alle Bürger ihre Bestellungen in die Apotheken senden könnten. "Damit wollen wir die Branchenlösung sein, die dem Endkunden den maximalen Nutzen stiftet. Bei uns sind alle Apotheken in einer Anwendung und damit für den Kunden erreichbar", sagt Menk. Damit dies möglich werde, engagiere sich pro AvO auch im Rahmen von Modellversuchen - etwa mit den Krankenkassen.

pro AvO investiert nach eigenen Angaben in Endkundenforschung, um die Kundenbedürfnisse möglichst exakt zu erheben. "Unser Fokus liegt ganz stark darauf, was sich beim Kunden durchsetzen könnte, und weniger darauf, was die Hersteller oder Anbieter wollen. Auch wenn es abgegriffen klingt: Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler", so Menk. Laut einer jüngsten Marktforschung sei das größte Ärgernis für Patienten heute, wenn verordnete Präparate nicht verfügbar seien. Das verbindliche Wissen über die Verfügbarkeit und die Möglichkeit der sofortigen Bestellung würden neben Services wie der Lieferung zu entscheidenden Wettbewerbsfaktoren der Plattform und damit der Apotheken vor Ort.

So zeigten die Ergebnisse der Endkundenforschung sehr genau, was den Kunden bei einer Bestellung oder der Einlösung eines Rezepts mobil oder online wichtig sei:

  • Die richtige Apotheke auswählen zu können: Das ist neben der Stamm-Apotheke häufig einfach die Apotheke in der Nähe
  • Direkte Bestell- und Bezahlmöglichkeiten
  • Und dazu notwendig: verbindliche Informationen über Verfügbarkeit und die Kosten der Bestellung

Die Expopharm findet vom 25. bis 28. September 2019 in Düsseldorf statt. pro AvO wird großes Thema der diesjährigen Expopharm sein und wartet mit einem umfassenden Konzept auf. "Unser Ziel ist, die Apotheker zu informieren und sie auf dem Weg Richtung eRezept, ePA und Digitalisierung zu begleiten", so Menk.

pro AvO selber ist laut der Initiative ein Arbeitstitel und kein Plattform-Name. "Wir sind dabei, eine Marke aufzubauen, die das Potenzial hat, 82 Millionen Endkunden zu erreichen. Daher stecken wir neben der Produktentwicklung auch sehr viel Energie in die Entwicklung einer starken Marken- und Kommunikationsstrategie", so Menk. "Wir glauben, dass der richtige Zeitpunkt für den Launch mitentscheidend für den Erfolg sein wird. Gerade in der digitalen Welt probiert der Kunde viel aus, nutzt es dann aber nicht mehr, wenn er es im Alltag nicht braucht."

Die Gründer der Initiative pro AvO sind Rowa, Gehe Pharma Handel GmbH, Noventi, Sanacorp eG Pharmazeutische Großhandlung und die Wort & Bild-Verlagsgruppe. Ziel der Initiative ist es nach eigenen Angaben, in einem engen Zusammenspiel mit weiteren Teilnehmern, Verbänden und Apothekern ein ganzheitliches Konzept zu erstellen, das den Apothekern die Möglichkeit eines gemeinsamen Standards gibt, sei es als Marktplatz, Plattform oder nur einer speziellen Anwendung.

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