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Stada kauft argentinischen Generika-Hersteller

10.12.2015 11:16
Die Stada Arzneimittel AG und die Stada-Tochtergesellschaft BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte mbH haben einen Vertrag zum Kauf des argentinischen Generika-Herstellers Laboratorio Vannier S.A. unterzeichnet. Der Kaufpreis, der eine kleinere erfolgsabhängige Komponente enthält, beträgt maximal 13,0 Millionen US-Dollar (nach gegenwärtigem Wechselkurs circa 11,9 Millionen Euro) in bar.

Vannier mit Sitz in Buenos Aires wurde 1992 gegründet und erzielte im Geschäftsjahr September 2014 bis August 2015 einen Umsatz von 72,0 Millionen Argentinische Peso (circa 7,0 Millionen Euro), was einem Wachstum von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr in lokaler argentinischer Währung entspricht. Die Gesellschaft verfügt über eine gemäß lokalem Standard GMP-zertifizierte Produktion und beschäftigt zurzeit 88 Mitarbeiter.

Laboratorio Vannier vertreibt seine Produkte in wenig preisregulierten Nischen, überwiegend in den Bereichen ZNS, Kardiologie und Diabetes. Neben der Neueinführung von Präparaten aus der Pipeline von Vannier plant Stada auch die Einführung von Produkten aus der eigenen Pipeline. "Zudem wird die Nutzung des Netzwerks, der Produktion und der Vertriebsstärke von Vannier für OTC-Markenprodukte aus dem Stada-Portfolio angestrebt“, sagt der unter anderem für Unternehmensentwicklung und die Integration von Vannier zuständige Stada-Vorstand Dr. Matthias Wiedenfels.

"Durch den Kauf von Vannier stärken wir unser Generika-Segment in einem Schwellenland, das nach der aktuellen Krise wieder Wachstumspotenzial aufweisen wird. Darüber hinaus erwerben wir damit eine Gesellschaft, die selbst in der Krise noch deutlich profitabel war und die am erwarteten Aufschwung der Wirtschaft partizipieren wird", so Hartmut Retzlaff, Vorstandsvorsitzender der Stada Arzneimittel AG über den jüngsten Zukauf.

Der Vollzug des Erwerbs ist für Anfang Januar 2016 vorgesehen. Die Konsolidierung der Umsätze wird ab 01.01.2016 angestrebt. Die Zahlung des Kaufpreises erfolgt zum Zeitpunkt des Erwerbsvollzugs. Für die Finanzierung nutzt Stada vorhandene Barmittel und bestehende freie Kreditlinien. Es wird erwartet, dass die Akquisition ab dem Zeitpunkt der Konsolidierung zum Konzerngewinn beitragen wird.

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