Stark steigende Vorleistungspreise bis 2023 - Pharma besonders unter Druck

18.07.2022 11:01
Rapide steigende Energiekosten schlagen auf die Herstellerpreise durch. Preisanstiege von bis zu 72 Prozent sind in diesem Jahr für einzelne Branchen zu erwarten. Dabei ist der Höhepunkt des Teuerungsschubs noch nicht erreicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des vfa in der neuesten Ausgabe des Economic Policy Briefs MacroScope Pharma.

"Vor allem die Energiepreise werden weiter kräftig steigen. Mit einer leichten Entspannung ist erst ab kommendem Frühjahr zu rechnen", sagt Dr. Claus Michelsen, Geschäftsführer Wirtschaftspolitik im vfa. Seine Prognose basiert auf den den sogenannten Future Contracts für Öl und Gas. "Mit den hohen Energiepreisen verteuert sich auch die Produktion. Unternehmen müssen diese Kostensteigerungen weitergeben, wenn sie denn können." Das heißt, die enormen Preissteigerungen fressen sich durch die Wertschöpfungskette.

Die höchsten Preisanstiege sind in diesem Jahr in der Energieversorgung (plus 71 Prozent) zu erwarten. Auch in der Metallverarbeitung (plus 35 Prozent) wird das Niveau deutlich anziehen. Mit nicht einmal zwei Prozent wird die Preissteigerung in der pharmazeutischen Industrie im Branchenvergleich am geringsten ausfallen. Das liegt an der Regulierung der Arzneimittelpreise. Sie erlaubt nur für einen kleinen Teil der Medikamente ein Inflationsausgleich (Verbraucherinflation des Vorjahres).

"Die Pharmaunternehmen haben bereits ohne Lohnsteigerungen einen zweistelligen Kostenschub bei Vorleistungen zu schultern", erklärt Michelsen. "Die steigenden Energiekosten drücken auf die Margen der Hersteller. Damit werden auch die Spielräume für wichtige Investitionsvorhaben geringer."

Die gesamte Analyse lesen Sie in der neuesten Ausgabe des Economic Policy Brief MacroScope: www.vfa.de/macroscopepharma-2207.


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