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"Stern" ruft Pflege-Petition ins Leben: Für eine Pflege in Würde

14.01.2021 15:49
Der "Stern" ruft zum Unterschreiben einer großen Pflege-Petition auf. Bis zum 11. Februar können Menschen in Deutschland die Bundestagspetition „Gesundheitsreform für eine bessere Pflege zum Schutz der Pflegebedürftigen“ unterzeichnen, die der "Stern" eingebracht hat. Mit dieser Unterschriftensammlung will das Magazin dazu beitragen, die Rahmenbedingungen in den Pflegeberufen nachhaltig zu verbessern.

Innerhalb von vier Wochen will der "Stern" mindestens 50.000 Unterschriften sammeln, um den Forderungen in einer öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestags Gehör zu verschaffen und eine breite gesellschaftliche und politische Diskussion über die Stärkung der Pflege in Deutschland anzustoßen. Die Petition trägt die Nr. 117906.

Die Forderungen des "Stern" lauten: Mensch vor Profit. Für eine Pflege in Würde

  1. Mehr Zeit für Patient*innen. Verlässliche Arbeitszeiten. Entlastung von Bürokratie. Personalschlüssel nach echtem Bedarf. Sofortiges Handeln bei Unterbesetzung
  2. Aufwertung des Berufsbildes: höhere Gehälter, Zulagen und Entlohnung von Weiterqualifizierung. Mehr Entscheidungsmöglichkeiten an Patient*innen. Bessere Karrierechancen
  3. Konsequente Abkehr von Profitdenken und ökonomischen Fehlanreizen durch eine echte Gesundheitsreform

 

An der "Stern" Pflege-Petition beteiligen sich bereits viele der wichtigsten Organisationen und Verbände aus dem medizinischen und pflegerischen Bereich: Aktionsbündnis Patientensicherheit APS, BAG Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung, chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen e.V., Berufsverband der Deutschen Chirurgen BDC, Bochumer Bund, Bundesarbeitsgemeinschaft Patient*innen BAGP, Deutscher Berufsverband für Pflegekräfte DBfK, Deutsche Gesellschaft für Chirurgie DGCH (Vorstand), Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin DGIM, Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde DGKJ, Deutsche Interdisziplinäre Gesellschaft für Intensivmedizin DIVI, Deutscher Pflegerat, IPPNW Deutschland – Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Robert Bosch-Stiftung, Stiftung Humor hilft heilen, Stiftung Gesunde Erde-Gesunde Menschen, Twankenhaus, Verein Demokratischer Ärztinnen und Ärzte VDÄÄ. Namentliche Unterstützer*innen der Petition sind Dr. Susanne Johna, 1. Vorsitzende des Marburger Bundes Bundesverband und Mitglied im Vorstand der Bundesärztekammer sowie Dr. Günther Jonitz, Präsident der Ärztekammer Berlin und Mitglied im Vorstand der Bundesärztekammer.

Unterstützer*innen können die Petition für eine bessere Pflege entweder digital unterschreiben unter stern.de/pflegepetition oder händisch auf einer Liste, die der "Stern" über das eigene Heft, Anzeigen in Zeitschriften sowie mithilfe von Verbänden und Influencer*innen im ganzen Land verteilt.

In einer vierteiligen Heftreihe will ein Autorenteam um den Arzt und "Stern"-Reporter Dr. Bernhard Albrecht ein genaues Bild vom Zustand der Pflege in Deutschland zeichen. Auftakt ist die Titelgeschichte am 14. Januar „Mensch vor Profit. Für eine Pflege in Würde“ mit einem Bericht über die Situation der Krankenhauspflege. In den darauffolgenden Wochen (Ausgaben 4/2020 bis 6/2020) sollen Reportagen über Pflegeheime, ambulante Pflegedienste und die ewige Frage folgen, wie bessere Pflege finanziert werden kann.

Unter dem Hashtag #pflegepetition startet der "Stern" eine Influencer*innenkampagne, die im Netz für die Aktion wirbt und Unterstützer*innen gewinnen soll. In vielen Einzelinterviews erzählen Pfleger*innen aus ihrem Arbeitsalltag und erklären, warum eine Veränderung dringend notwendig ist. Zahlreiche Prominente wie Dr. Yael Adler, Micky Beisenherz, Jim Bøy (@JIMBOY27), Katja Burkard, Elke Heidenreich, Dr. Eckart von Hirschhausen, Hannes Jaenicke, Guido Maria Kretschmer, Franziska Rubin, Tobias Schlegl, Günter Wallraff und Ulrich Wickert unterstützen die Aktion.

Mit der Pflege-Petition macht sich der "Stern" zum zweiten Mal für eine Reform des deutschen Gesundheitswesens stark. Der Vorläufer „Mensch vor Profit: Der Ärzte-Appell“ erschien am 5. September 2019 im "Stern" und erzeugte laut Magazin nachhaltige Resonanz: Bis heute hätten sich über 125.000 Patient*innen und Bürger*innen, 75 Organisationen und Verbände sowie knapp 3.000 Ärzt*innen namentlich angeschlossen. Mehr Informationen unter stern.de/aerzteappell.

Florian Gless, "Stern"-Chefredakteur: „Der 'Stern' macht Ernst. Mit der Unterstützung von so vielen Menschen wie möglich wollen wir etwas zum Besseren bewegen: ein Gesundheitssystem, in dem der Mensch als denkendes und fühlendes Wesen im Mittelpunkt steht und nicht als ein wirtschaftlicher Faktor. Die Politik scheut dieses Thema. Das wollen wir ändern.“

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