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Pharma-Branche verschenkt Gewinnmargen

02.06.2014 14:15
Eine Umfrage des Einkaufsoptimierers Kloepfel Consulting unter 43 Einkaufsmanagern deutschsprachiger Pharmaunternehmen aus dem ersten Quartal 2014 zeigt, dass die Unternehmen den Margenhebel Einkauf kaum nutzen. So werden Einkäufer zum Beispiel seltener weiterqualifiziert und sind finanziell wie auch personell schlechter gestellt als ihre Kollegen aus dem Vertrieb.

Mit 71% bejahte eine klare Mehrheit der Befragten, dass die Kollegen aus dem Vertrieb mehr verdienen als die Einkäufer. Genauso viele Befragte waren getreu dem Motto „Im Einkauf liegt der Gewinn“ der Ansicht, dass der Einkauf grundsätzlich effektiver Margen steigern kann als der Vertrieb. Rund ein Viertel meinte, dass beide Gruppen die Gewinnmargen gleich gut steigern können, und nur 5% waren der Ansicht, dass der Vertrieb der effektivere Margenhebel sei.

„Der Einkauf wird als Renditemotor oft unterschätzt. Dagegen werden Marketing und Vertrieb oft überbewertet. Doch wenn man beispielsweise bei einem Einkaufsvolumen in Höhe von 50 Mio. Euro 2,4 Mio. Euro einspart, müsste das Unternehmen mit Marketing den Umsatz um fast 50% steigern, um ein ähnliches Ergebnis zu erzielen. Auch diese Studie zeigt, dass Unternehmen der Pharma-Branche 5% bis 15% ihrer Kosten senken können. Doch anstatt etwas Geld in die Einkäufer-Qualifizierung zu investieren, wird das Vielfache beispielsweise im Marketing verbrannt", erklärt Duran Sarikaya, Geschäftsführer von Kloepfel Consulting.

Im Schnitt konnten 63% der Befragten die Einkaufskosten im Jahr 2013 um 5% senken. 26% aller Teilnehmer konnten keine Auskunft geben und 11% konnten die Einkaufskosten gar nicht reduzieren. 37% denken, dass sie ihre Einkaufskosten im Jahr 2014 um durchschnittlich 6,7% verringern können. Gut die Hälfte der Teilnehmer konnte hierzu keine Angabe machen. Und jeder Zehnte ist der Ansicht, dass er die Einkaufskosten nicht mindern kann.

Fragte man danach, ob der Vertrieb den Jahresumsatz in 2013 steigern konnte, verneinte das jeder Vierte. 43% konnten dazu nichts sagen, und jeder Dritte war der Meinung, dass der Vertrieb den Jahresumsatz durchschnittlich um 10% steigern konnte.

„Die nachfolgenden Antworten auf die Fragen, wer öfter geschult wird und wessen Abteilung besser besetzt ist, zeigt deutlich, dass der Einkauf in den Unternehmen zu wenig Beachtung findet“, erklärt Kloepfel. Denn eine deutliche Mehrheit von 62% war der Meinung, dass die Vertriebsabteilung personell besser aufgestellt ist als die Einkaufsabteilung. Und sogar 81% sagten, dass der Vertrieb öfter geschult werde.

Auch zeigt die Umfrage, dass das Vertriebscontrolling weiter verbreitet ist als das Einkaufscontrolling. Während 43% bestätigten, dass es ein Einkaufscontrolling in ihrem Unternehmen gibt, sagten rund drei Viertel, dass es in ihrem Unternehmen ein Vertriebscontrolling gibt.

7% der Befragten sagten, dass es in ihrem Unternehmen noch nie ein Einkaufsoptimierungsprojekt gab, aber die Zeit dafür reif sei. Jeder Zehnte gab an, dass es noch nie ein solches Projekt gab und man das alleine lösen würde. 16% haben gute Erfahrungen mit Einkaufsberatern gemacht, aber jeder Vierte sagte, schlechte Erfahrungen gemacht zu haben, da sich die Berater nicht genug ausgekannt hätten. Bei jedem zehnten Befragten brachten die Berater zu viel Unruhe ins Unternehmenn und bei 3% brachten die Berater zu viel Unruhe unter die Lieferanten. 17% sagten, dass die Berater teurerer waren als ihr Nutzen.

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