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Editorial

Digital aufholen

>> Dass Deutschland in Sachen Digitalisierung traditionell die rote Laterne trägt, daran hat man sich gewöhnt. Doch das BMG scheint an diesem Zustand etwas ändern zu wollen. Ein wichtiger Schritt ist dabei sicherlich, dass Digitale Gesundheitsanwendungen – kurz DiGAs – ärztlich verordnet und damit erstattungsfähig werden können. Womit eben diese DiGAs verstärkt zum Gegenstand der Fachkommunikation werden dürften.
Einerseits seien die DiGAs Medizinprodukte und damit inhaltlich nichts grundsätzlich Neues für die Healthcare-Agenturen, stellt Klaus Mueller von TWT Digital Health fest. Wie bei anderen Therapieformen geht es darum, die Ärzt*innen über ihre Existenz zu informieren und von ihrer Wirkung zu überzeugen. Andererseits muss es aber nach Meinung der von uns befragten Experten zunächst auch erstmal darum gehen, Berührungsängste abzubauen und den Verordner*innen klar zu machen, dass es sich bei den „digitalen Medikamenten“ um eben solche und nicht um irgendwelche „Spielereien“ handelt. Für Georgios Manolidis (cyperfection) ist es daher unverzichtbar, ihnen die Möglichkeit zu geben, die Anwendungen selbst testen zu können. Und Wolf Stroetmann (Schmittgall Health) misst dem Vertrieb einen ähnlich hohen Stellenwert wie der Kommunikation zu – Vertriebskooperationen mit klassischen Pharmaunternehmen, die in der jeweiligen Indikation stark seien, könnten seiner Meinung nach sinnvoll sein. Eines ist für ihn aber ganz sicher – und da unterscheiden sich die DiGAs auch nicht von anderen verordnungsfähigen Gesundheitsprodukten: „Der direkte Dialog mit dem verordnenden Arzt ist durch nichts zu ersetzen!“

Wie stark die Digitalisierung in Deutschland dann doch Fahrt aufgenommen hat, macht auch das Beispiel des Wort & Bild Verlags („Apotheken Umschau“) deutlich: Noch vor gar nicht so langer Zeit fast ausschließlich auf Print fokussiert, betätigt sich das traditionsreiche Verlagshaus in den letzten Jahren zunehmend auch im digitalen Bereich – und das nicht nur in einem klassisch verlegerischen Sinn. So berichtet der Vorsitzende der Geschäftsführung, Andreas Arntzen, zusammen mit Noventi-Chef Dr. Hermann Sommer über das gemeinsame Engagement im Rahmen eines Venture Capital Fonds mit Fokus auf Investitionen in digitale Gesundheitslösungen. Oberste Maxime ist dabei wie immer beim Baierbrunner Verlag: Sie müssen zu einer Stärkung der Vor-Ort-Apotheke beitragen. Man wolle den Startups als erfahrener Sparring-Partner helfen, ihre Ideen zu testen und an ihrer Marktreife zu feilen, sagt Arntzen. Aber dabei auch selbst etwas lernen und Neues ausprobieren. <<

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Ihr
Wolfgang Dame

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Editorial 11/2020

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