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Editorial

Nix bliev, wie et wor

>> Ich kann mich an keine Situation in meinem Leben erinnern, in der Artikel 5 des „Kölschen Grundgesetzes“ so treffend gewesen wäre wie in der heutigen Krise. Wie viele andere habe ich die heraufziehende Gefahr, der man sich als einzelner Mensch, der sich aber auch das Gesundheitssystem und die Gesellschaft als Ganzes mehr oder weniger machtlos gegenübersieht, komplett unterschätzt.

Ich gestehe: Auch ich habe zu jenen – beispielsweise auf Twitter als „blöd“, „verantwortungslos“ oder auch als „asozial“ titulierten – Rheinländern gehört, die ja „unbedingt“ noch Karneval feiern mussten. Und heute – ich schreibe dies am 1. April – ist es noch nicht einmal einen Monat her, dass ich in einer pickepackevollen Kölner Kneipe einen – den bis auf weiteres letzten – Sieg des „Effzeh“ bejubelte.

Seitdem hat sich so viel getan, dass ich kaum glauben kann, dass dies alles erst so kurz her ist. Alle, bei denen es irgendwie möglich ist, üben ihren Beruf mittlerweile von zuhause aus – für viele die erste Begegnung mit „New Work“, Corona sei Dank. Und ganz häufig arbeiten sie im Homeoffice nicht nur in ihrem eigentlichen Beruf, sondern haben gleichzeitig auch noch einen Zweitjob als Lehrer dazubekommen.

Was in Zeiten des Social Distancing aber selbst dem eingefleichtesten Modernisierungsverweigerer klar werden dürfte, sind die Vorteile, welche die Digitalisierung der Welt mit sich bringt. Denn soziale Medien erlauben es völlig problemlos, mit Angehörigen und Freunden nicht nur in Kontakt zu bleiben, sondern diese auch zu sehen. Gleiches gilt für die Arbeit: Wenn man mit den Kolleginnen und Kollegen nicht mehr zusammensitzen kann – ob nun für eine ernsthafte Besprechung oder auch nur auf einen Kaffee –, dann kann eine regelmäßige Videokonferenz dabei helfen, den Zusammenhalt im Team nicht zu verlieren.

Unzählige Veranstaltungen wie Messen, Kongresse und Fortbildungsangebote sind abgesagt und auf irgendwann im Herbst verschoben worden, doch auch hier bietet die Digitalisierung andere und neue Möglichkeiten. Zwar können Online-Veranstaltungen, so die Experten, Präsenzveranstaltungen niemals 1:1 ersetzen, jedoch ermöglicht es die Technologie mittlerweile, beeindruckende virtuelle Live-Erlebnisse für die Teilnehmer zu schaffen.

Gleiches gilt für das Thema Vertrieb, denn wie sonst sollten die Außendienstmitarbeiter heute eine kontinuierliche Kundenkommunikation aufrecht erhalten? Ein Beispiel dafür liefert das Unternehmen ysura mit seinem yRoom, und Patrick Cabalzar, der Geschäftsführer von Schmittgall Tower 5, berichtet im Interview, welchen enormen Einfluss die Digitalisierung auf die Entwicklung des Pharma-Vertriebs hat und welche Potenziale mit diesen Veränderungen einhergehen. Cabalzar spricht in diesem Zusammenhang von einem kompletten Umbruch der klassischen Pharma-Außendienst-Kultur.

Man kann jedenfalls nicht behaupten, dass die aktuelle Zeit nicht spannnend wäre. <<

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre, vor allem aber: Bleiben Sie gesund!

Ihr
Wolfgang Dame

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Editorial 04/2020

Nix bliev, wie et wor

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