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Editorial

Noch valider

>> Mit dem Ziel, sein PR-Agentur-Ranking, das in diesem Jahr zum 26. Mal veröffentlicht wurde, „noch valider, transparenter und glaubwürdiger“ aufzustellen, hat Gerhard Pfeffer, Herausgeber des „PR-Journals“, in den letzten beiden Jahren einige Neuerungen eingeführt. Während die PR-Agenturen früher auf freiwilliger Basis ein Testat zu ihren Honorarumsatzzahlen mitliefern konnten, ist ein solches Testat nun Pflicht – wer keines einreicht, erscheint nur noch im sogenannten Zusatzranking. Um das Leistungsportfolio der Agenturen für potenzielle Auftraggeber ebenfalls durchsichtiger zu machen, wurden zudem die PR-Disziplinen, mit denen die Agenturen angeben können, in welchen Feldern sie besonders stark sind, neu und zeitgemäß definiert. Eine Reform, die auf die Arbeit des neu installierten Beirats aus PR-Experten zurückgeht, der Pfeffer auch in Zukunft beraten wird und das Ranking zudem profiliert nach außen vertreten soll.

Das Ranking selbst und hier die Spezial-Auswertung Healthcare weist, was die Platzierungen der einzelnen Agenturen betrifft, keine radikalen Veränderungen auf. Erwähnenswert ist vielleicht, dass der Marktführer fischerAppelt nun auch in der Healthcare-PR die Spitze erobert hat.

Inhaltlich hat sich bei den PR-Agenturen allerdings einiges getan. An erster Stelle ist hier zu nennen, dass sehr vieles digitaler geworden ist, was sicherlich nicht nur, aber auch an der Corona-Pandemie liegt, die diese Entwicklung stark beschleunigt hat. Digitaler ist es auf der Ebene der Kundenbeziehungen geworden, was die befragten Agenturverantwortlichen allerdings mit gemischten Gefühlen sehen: Erfreulich ist die Tatsache, dass Teams und Zoom viele Reisen überflüssig machen, was finanzielle wie zeitliche Ressourcen schont. Zudem spreche man durch diese digitalen Möglichkeiten häufiger mit den Kunden als früher. Komplett auf Präsenzmeetings zu verzichten, das will dann aber wohl auch kaum jemand – zu wichtig ist bei manchen Themen der direkte, persönliche Austausch und das Gespür für „Dein“ Gegenüber, wie es Franziska Thiele von DP-Medsystems formuliert.

Viel digitaler (und integrierter) sind aber auch die Kommunikationskampagnen und -maßnahmen geworden – was allerdings ebenfalls differenziert betrachtet werden kann oder sogar muss. Positiv ist, wie beispielsweise Nils Giese von Edelman sagt, dass man früher dachte, mit „irgendwelchen Roadshows auf Marktplätzen oder Redaktionen schaffe ich Nähe, Interaktion und Impact“. Heute könne man aber durch digitale oder hybride Formate eine ganz andere Zielgruppendurchdringung schaffen. Was die Sache aber nicht unbedingt einfacher macht, wie Dorothea Küsters (Dorothea Küsters Life Science Communications) in Hinblick auf Pressekonferenzen und Media Pitches betont: Denn noch mehr als bei Präsenzveranstaltungen müssten Inszenierung und Storytelling „stimmig und catchy“ genug sein, um auf Distanz die Aufmerksamkeit, das Interesse und die Interaktionsbereitschaft des Publikums auf ein hohes Level zu heben. <<

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre,

Ihr
Wolfgang Dame

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