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Editorial

Mensch im Fokus

>> Patientenzentrierung (oder Patient Centricity) ist in letzter Zeit in aller Munde. Kommunikationsagenturen entwickeln spezielle Angbote und Maßnahmen, um ihren Kunden aus der Industrie dieses Thema nahe zu bringen und sie entsprechend beraten zu können. Doch viele Arzneimittelhersteller beschäftigen sich ohnehin schon intensiv mit diesem Konzept – zumindest wenn man sich die entsprechenden Unternehmens-Websites anschaut. Kaum ein Pharmaunternehmen verzichtet darauf, diesem Thema einen prominenten Platz einzuräumen. Auskunft darüber geben, wie sie dieses „Buzzword“ interpretieren und wie sie den theoretischen Ansatz in der Praxis mit Leben füllen, wollten aber leider nur zwei der angeschriebenen Unternehmen – vielen Dank an UCB und an Apogepha für ihre Beteiligung! Im Gegensatz dazu mutete die Absage eines großen forschenden Arzneimittelherstellers fast schon absurd an: „Wir leben dieses Thema sehr intensiv – es spiegelt sich praktisch in der Haltung eines jeden Mitarbeiters wider. Unsere Ansprechpartnerin für den Bereich ist allerdings leider erst Anfang April wieder im Haus.“ Gute Unternehmenskommunikation sieht sicherlich anders aus ...

Das würde möglicherweise auch Dr. Traugott Ullrich, Geschäftsführer bei Dr. Willmar Schwabe finden, der einer der Redner auf dem 15. Pharma-Symposium der Bauer Media Group war. Denn Ullrich ist davon überzeugt, dass die Art und Weise, wie Unternehmen kommunizieren, in Zukunft ganz entscheidend für ihren wirtschaftlichen Erfolg – oder eben Misserfolg – sein wird. Zu einer guten Unternehmenskommunikation gehört nach Ullrichs Überzeugung auch, sich beispielweise ernsthaft für die Journalisten, mit denen man es zu tun hat, und für ihre Arbeitsbedingungen zu interessieren. Denn entscheidend ist es für den Schwabe-Geschäftsführer, Vertrauensverhältnisse zu den Medienvertretern aufzubauen, um zu einer dialogorientierten Kommunikation zu kommen. Dafür brauche es aber schon auch eine Portion Mut, denn bei einem offenen Dialog wisse niemand, was am Ende herauskommt. Umso wichtiger ist eben ein gewisses Grundvertrauen dabei.

Um den Menschen geht es auch im Beitrag von Nela Novakovic von Kyowa Kirin, der im Rahmen unseres Specials „Pharmaberater“ erscheint. Und zwar um den Menschen im Außendienst. Trotz aller digitalen Kanäle, die auch ihr Unternehmen selbstverständlich nutze, sei auch im 21. Jahrhundert die persönliche Kommunikationsebene absolut unverzichtbar. Emotionen, Gefühle und Vertrauen würden nun mal auf der persönlichen Ebene entstehen: „Egal, wie schnell die Welt sich dreht und wie vernetzt wir auch sind – wir sind immer noch Menschen.“ <<

Eine interessante Lektüre wünscht

Ihr
Wolfgang Dame

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