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Editorial

Learnings

>> Fand medizinische Fortbildung zwar auch früher nicht ausschließlich in Präsenzveranstaltungen statt, leitete das Frühjahr 2020 dennoch einen radikalen Wandel ein. Denn coronabedingt musste alles, was bisher als Präsenzveranstaltungen konzipiert war, innerhalb kürzester Zeit in den digitalen Raum verlagert werden. Seit dem Frühjahr dieses Jahres hat sich dieser „Trend“ wieder umgekehrt, denn auch wenn es bei virtuellen Veranstaltungen einen „enormen Professionalisierungsschub“ gab, wie Kai Oehlschlaeger vom Unternehmen expopartner sagt, war der Bedarf der Zielgruppen, sich auch wieder im „real life“ zu begegnen, nicht zu übersehen. Dennoch wird es ein Zurück zum Vor-Corona-Status nicht mehr geben, zu offensichtlich sind die Vorteile digitaler Events geworden. Sie sind einfach „convenient“, wenn man den Zeit- und Reiseaufwand bei der Teilnahme einer Live-Veranstaltung bedenkt. Daher wird es da, wo es „nur“ um reine Wissensvermittlung geht, häufig bei virtuellen Angeboten bleiben. Wenn es aber darum geht, Menschen kennenzulernen und zu networken, wenn es um den fachlichen Austausch geht oder auch darum, geschäftliche Kooperationen anzubahnen, so Oehlschlaeger weiter, seien Präsenzveranstaltungen unverzichtbar.
Colja Dams von Vok Dams vergleicht die neuen Gegebenheiten mit dem Winter-/Sommerreifen-Wechsel: „Von Oktober bis Ostern kommen die Winterreifen drauf – in der Zeit konzentrieren wir uns auf Digitale- und Hybride-Events. Ab Ostern geht es dann verstärkt mit Live-Events weiter.“ Und Dams geht von einer deutlich reduzierten Reiseaktivität aus: Hätten potenzielle Kunden früher noch 5 bis 7 Events und Messen pro Jahr besucht, plane man für das kommende Jahr nur noch 1 bis 2 – „umso wichtiger, dass meine Veranstaltungen im Relevant Set der Teilnehmer ist“.

Learnings bzw. ein Umdenken benötigt laut Dr. Jobst Landgrebe, Gründer und Partner des Beratungsunternehmens Cognotekt, die Pharmaindustrie im Angesicht der Krise, die vor allem aus der Energieknappheit und den damit verbundenen höheren Kosten resultiert. Am stärksten ist aktuell die Generika-Sparte betroffen, weil bei ihr der Anteil der Produktionskosten am Verkaufspreis am höchsten ist. Für die Generika-Hersteller müsse es daher nun darum gehen, Strategien zu entwickeln, wie man am geschicktesten mit staatlichen Stellen spricht. „Das funktioniert nur über Transparenz“, so Landgrebe im Interview.
Doch er schließt auch nicht aus, dass irgendwann die Hersteller von Originalpräparaten ebenfalls betroffen sein könnten. Landgrebe sieht vor allem zwei Bereiche, in denen dann Einsparungen möglich sind: Marketing & Sales sowie Forschung & Entwicklung. Hier zu sparen, sei aber gar nicht so einfach, denn das erfordere eine tiefgreifende Änderung der Unternehmenskulturen. Andererseits sei davon aber auch nicht nur die Pharmaindustrie im Speziellen oder die Wirtschaft im Allgemeinen betrofffen: „Wir müssen alle umdenken!“
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Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre,

Ihr
Wolfgang Dame

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