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Ärzte sehen zunehmende Relevanz mobiler Lösungen für die Gesundheitsvorsorge

08.12.2015 12:14
Übergewicht ist längst kein exklusives Problem reicher Industriestaaten mehr. Jährlich sterben weltweit mehr Menschen an den Konsequenzen von Übergewicht als an Untergewicht. So steht Fettleibigkeit laut Weltgesundheitsorganisation mit 40 Prozent der Diabetes-Fälle, 20 Prozent der Herz-Kreislauferkrankungen und 10 bis 40 Prozent einiger Krebsarten in Verbindung. Können digitale Innovationen helfen?

Die Gründe für die Zunahme an Übergewicht seien häufig bedingt durch die sich verändernden Lebensverhältnisse und den technologischen Wandel. Doch der Schlüssel im Kampf gegen Übergewicht, insbesondere Adipositas, könnte gerade in digitalen Innovationen zu finden sein. Viele Betroffene setzten ihre Hoffnung auf mobile Geräte und Applikationen. Eine von Ipsos durchgeführte Big Data Analyse von Social Media Daten zeigt, dass Betroffene aktiv nach digitalen Innovationen zur Bekämpfung von Übergewicht suchen und sie mit anderen diskutieren und teilen. Als Plattform nutzen etwa zwei Drittel der Betroffenen Facebook. Allerdings offenbart die Studie auch, dass bisherige Produkte nur bedingt überzeugen.

Ärzte sehen die technologischen Entwicklungen skeptisch

Die behandelnden Ärzte stehen den digitalen Helfern bisher noch skeptisch gegenüber wie Ipsos Healthcare ermittelte. Zwar empfahlen über 72 Prozent der befragten Ärzte in England, Frankreich und Deutschland ihren Patienten bereits eine App, ein Forum oder ein mobiles Gerät zur Überwachung ihrer Beschwerden, jedoch zweifeln vor allem die deutschen Befragten an der Zuverlässigkeit der digitalen Lösungen. Ein Drittel der deutschen Ärzte misstraut den Daten der mobilen Gesundheitsüberwachung. Routineuntersuchungen seien in Zukunft so nicht zu ersetzen, gaben ein Viertel der befragten Ärzte an. Besorgt sind drei von zehn Befragten dagegen, dass die Apps für Konflikte zwischen Arzt und Patient sorgen könnten.

Einer von vier Ärzten: Neue Technologien werden in Zukunft an Relevanz gewinnen

Nichtsdestotrotz erwartet zumindest einer von vier befragten Ärzten eine steigende Relevanz von neuen Technologien zur Bekämpfung von Adipositas. So stimmen neun von zehn deutschen Ärzten zu, dass mobile Lösungen helfen werden, den Zugang zur Gesundheitsversorgung zu erleichtern. Welche Leistungen die Ärzte sich von den Innovationen wünschen, wissen gut drei Viertel der Befragten allerdings selbst nicht genau. Als am sinnvollsten erachten sie eine Überwachungsfunktion der Patientenkondition.

Vier von zehn Ärzten misstrauen Apps von Pharmaunternehmen

Vielleicht rührt die Skepsis der Ärzte gegenüber technologischen Neuerungen von einem Misstrauen gegen ihre Entwickler. Die Studienteilnehmer hinterfragen insbesondere die Motivation der Pharmaindustrie. 40 Prozent gaben an, einer von einem Pharmaunternehmen entwickelten App nicht zu trauen, während nur knapp ein Viertel einem Technologieunternehmen misstrauen würde.

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