Eine über 51-Stunden-Woche lässt wenig Spielraum. Wie die aktuelle Online-Befragung von coliquio unter 223 Ärztinnen und Ärzten unterschiedlicher Fachbereiche belegt, verbringen Medizinerinnen und Mediziner im Durchschnitt rund ein Drittel ihrer Arbeitszeit mit Aufgaben, die nur indirekt mit der Patientenversorgung zu tun haben – wie etwa Dokumentation oder Kassenkorrespondenz. Infolgedessen verlagert sich die dringend benötigte Fortbildung laut Facharztreport zu 72 Prozent in die Abendstunden oder auf das Wochenende. Die Bereitschaft der Ärzteschaft, an digitalen Fortbildungen wie Webinaren teilzunehmen, ist zwar weiterhin hoch, jedoch sind die Ansprüche an Format und Qualität angesichts des Zeitdrucks massiv gestiegen.  

Die vier Säulen eines unwiderstehlichen Webinars

Wenn Pharma-Marketer mit ihren Angeboten durchdringen wollen, müssen sie das Format konsequent am ärztlichen Alltag ausrichten. Der Report identifiziert hierfür vier zentrale Hebel:

  • Hohe Praxisrelevanz und Neutralität: 59 Prozent der Befragten fordern konkreten Praxisbezug wie Fallbeispiele und Algorithmen statt reiner Theorie. Ebenso wichtig ist 50 Prozent der Teilnehmenden eine spürbare wissenschaftliche Neutralität – offensichtlich werbliche Produktpräsentationen führen zum sofortigen Abbruch.  
  • Maximale zeitliche Flexibilität: Für 57 Prozent sind On-Demand-Formate entscheidend. Fortbildungen müssen sich flexibel in den Alltag integrieren und jederzeit pausiert werden können. Zudem wünschen sich 25 Prozent kompakte Micro-Learning-Formate von fünf bis zehn Minuten Dauer.  
  • Barrierefreier Zugang: 43 Prozent der Ärztinnen und Ärzte erwarten einen schnellen, hürdenfreien Einstieg per Smartphone oder Tablet – ohne komplizierte Anmeldemasken oder den Download von Browser-Plugins.  
  • Sichtbarer Nutzen: Fortbildung muss sich lohnen. 42 Prozent setzen eine Zertifizierung mit CME-Punkten voraus. Fast ebenso viele (41 Prozent) erwarten exzellente PDF-Zusammenfassungen als Begleitmaterial, um sich zeitraubendes Mitschreiben zu ersparen und die Inhalte direkt im Praxisalltag griffbereit zu haben. 

„Ärztinnen und Ärzte wollen sich fortbilden, aber die eigentlich gewünschte fachliche Bereicherung schlägt schnell in eine mentale Belastung um, wenn das Format Hürden aufbaut. Wer als Pharmaunternehmen hier barrierefreie, neutrale und On-Demand verfügbare Qualität liefert, positioniert sich als echter Partner des ärztlichen Alltags“, leitet der Report ab.  

Sonderfall Onkologie: Wenn Zeitnot auf hohen Wissensbedarf trifft  

Besonders drastisch zeigt sich die Situation in hochkomplexen Fachbereichen wie der Onkologie. Nur 8 Prozent der Onkologinnen und Onkologen sind mit ihrem Berufsalltag zufrieden. Die Dokumentation nimmt bei ihnen unverhältnismäßig viel Raum ein, während die Digitalisierung bisher kaum Erleichterung brachte. Die Folge: 100 Prozent der befragten Onkologinnen und Onkologen fordern zwingend On-Demand-Formate, um die Kontrolle über ihr Zeitmanagement zu behalten. Auch der Anspruch an wissenschaftliche Neutralität ist hier mit 65 Prozent noch einmal deutlich höher als im Gesamtdurchschnitt.  

Der Report praxisnahe Daten, Personas und Best-Practices zur optimalen Gestaltung ärztlicher Weiterbildung und steht kostenlos zum Download zu Verfügung. steht für Fachmedien, Pharma-Marketer und Healthcare-Entscheider zum Download bereit.