Heiko Pröger, Geschäftsführer der Agentur Spirit Link und Mitglied im zwölfköpfigen COMPRIX-Beirat, betont die große Wichtigkeit, die der Nachwuchswettbewerb für den Award hat: „Der Young COMPRIX ist für den COMPRIX deshalb von großer Bedeutung, weil er den Blick nach vorn richtet: Ein Award lebt davon, dass junge Talente nachkommen, die Healthcare-Kommunikation mit frischen Ideen, neuen Perspektiven und zeitgemäßen Ausdrucksformen bereichern.“ Gerade für Nachwuchskreative sei es wichtig zu erleben, wie spannend und sinnstiftend Kommunikation im Healthcare-Bereich sein könne. Denn hier geht es nicht nur um kreative Exzellenz, sondern auch um Themen mit gesellschaftlicher Relevanz und echtem Mehrwert für Menschen. Hinzu komme, so Pröger: „Der Young COMPRIX macht den Award bei einer neuen Generation von Kreativen sichtbar und zeigt, dass Healthcare ein Feld ist, in dem man Haltung, Strategie und Kreativität auf besondere Weise verbinden kann.“

Christoph Witte, Chef von PINK CARROTS Communications und ebenfalls COMPRIX-Beirat betont, der Young COMPRIX sei „wunderbar geeignet“, um junge Kreative für ein Engagement im vermeintlich „langweiligen“ Healthcare-Markt zu gewinnen. „Wer durch den Young COMPRIX mit unserer Branche in Kontakt kommt, erlebt die perfekte Mischung aus Purpose und Competition. Somit ist der Young COMPRIX eine tolle Nachwuchs-Initiative und Job-Börse.“

Drei Botschafter:innen machen sich in besonderem Maße um den Young COMPRIX verdient: Johanna Zocher (Spirit Link), Rike Fischer (PINK CARROTS Communications) und Nathan Licht (PEIX Health Group), die gemeinsam daran arbeiten, den Wettbewerb unter Studierenden und Auszubildenden bekannt zu machen und möglichst viele zu einer Teilnahme zu motivieren. 

Bühne für kreative Talente

Nathan Licht engagiert sich für den Young COMPRIX, weil er es wichtig findet, jungen kreativen Talenten eine Bühne zu geben. „Was mich begeistert, ist, dass der Young COMPRIX eine Schnittstelle zwischen Nachwuchstalenten und der Branche schafft: Menschen, die noch mitten im Studium stecken oder gerade vor ihrem Berufseinstieg stehen, bringen Ideen und Impulse mit, die frisch und unverbraucht sind und die Kommunikation im Healthcare-Bereich auf eine Art weiterdenken, die etablierte Perspektiven bereichert.“

 

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Nathan Licht (PEIX Health Group), Johanna Zocher (Spirit Link) und Rike Fischer (PINK CARROTS Communications) sind die Botschafter:innen des Young COMPRIX.

 

Auch Rike Fischer spricht diese etwas anderen Perspektiven an: „Mich faszinieren die Themen, Ideen und Denkweisen der jungen Generation, gerade weil sie oft mutiger, offener und relevanter sind als vieles, was man bereits kennt. Es ist unglaublich inspirierend zu sehen, wie sich Menschen entwickeln und mit welchen Gedanken und kreativen Ansätzen sie gesellschaftliche und gesundheitliche Themen neu interpretieren.“ Hinzu komme: „Relevante Kommunikation entsteht dort, wo junge Stimmen gehört und gefördert werden.

Johanna Zocher motiviert es besonders, junge Talente auf ihrem Weg in die Healthcare-Branche zu unterstützen. Da ihr Studium und ihr Berufseinstieg noch nicht allzu lange zurücklägen, wisse sie noch sehr genau, wie wertvoll Orientierung, Zuspruch und Sichtbarkeit am Anfang sein können. Gleichzeitig schlagen ihr Herz für Marketing und Healthcare-Kommunikation – und diese Begeisterung will sie weitergeben. „Der Young COMPRIX ist dafür die perfekte Bühne – ein Ort, an dem Nachwuchstalente erste wichtige Schritte gehen, sich ausprobieren, Kontakte knüpfen und mit ihren Ideen gesehen werden. Es ist schön, dazu beizutragen, dass junge Kreative ermutigt werden, ihren eigenen Weg in dieser besonderen Branche zu finden.“

Viel mehr als ein Wettbewerb

Studierenden und Auszubildenden zu vermitteln, dass der Young COMPRIX viel mehr ist als „nur“ ein Wettbewerb, ist den drei Botschafter:innen besonders wichtig. Für viele junge Kreative sei er der erste Berührungspunkt mit der Healthcare-Kommunikation – einer Branche, die gesellschaftlich extrem relevant sei und gleichzeitig großes kreatives Potenzial biete. Zudem biete der YC die Chance, eigene Arbeiten sichtbar zu machen, erste Kontakte in die Branche zu knüpfen und sich mit anderen Kreativen zu vernetzen. Natürlich würden auch Dinge wie eine Auszeichnung, die COMPRIX-Veranstaltung oder Preise wie ein „PAGE“-Abo zur Teilnahme motivieren, aber vor allem gehe es darum, junge Talente zu fördern und kreative Ideen zu feiern. Denn viele junge Menschen wollten heute an Themen arbeiten, die Bedeutung haben und wirklich etwas bewegen können.

Mit klarer Haltung nah an aktuellen Diskursen

Die diesjährigen Einreichungen zeigten sehr deutlich, welche Themen die junge Kreativgeneration aktuell beschäftigen – darin sind sich die Drei einig. Besonders auffällig sei, dass sich viele Arbeiten stärker mit Umwelteinflüssen, gesellschaftlichen Entwicklungen und globalen Weltgeschehnissen auseinandersetzen – oft verbunden mit einer kritischeren Grundhaltung. Dadurch entstünden Konzepte, die sehr nah an aktuellen Diskursen seien und eine klare Haltung zeigten. Gleichzeitig werde deutlich, dass neben dieser inhaltlichen Tiefe auch das strategische und kreative Niveau sehr hoch sei. Viele Cases überzeugten nicht nur visuell, sondern auch durch konzeptionelle Reife und eine klare, durchdachte Herangehensweise an komplexe medizinische oder gesellschaftliche Themen. Und im Vergleich zu etablierten Kreativen falle oft ein freierer, experimenteller Zugang auf. Die Jüngeren dächten weniger in klassischen Mustern und entwickelten neue, sehr zeitgemäße Perspektiven und Erzählformen.

Was die Gewinner auszeichnet

Und das zeigt sich natürlich insbesondere in den Arbeiten der diesjährigen Preisträger (siehe Seite 27/28): Nathan Licht findet an „PCOS – Hormonchaos verstehen“ von Lorena Mauz bemerkenswert, dass diese Kampagne ein komplexes, für viele Frauen belastendes Thema mit Stilsicherheit, Humor und visueller Stärke zugänglich mache, ohne die Schwere des Anliegens zu unterschätzen. Die Kampagne sei ein Beleg dafür, dass Healthcare-Kommunikation nicht zwischen Aufklärung und Kreativität wählen müsse.

Rike Fischer hat Linda Mrovecovas Arbeit „New Darwin – Survival of the fittest or the richest?“ besonders überzeugt, weil der Case ein hochaktuelles und zugleich beunruhigendes Zukunftsszenario radikal weiterdenke. Die Arbeit zeige eindrücklich, wie Technologien wie CRISPR nicht nur medizinische oder wissenschaftliche Möglichkeiten eröffnen, sondern unser Verständnis von Menschlichkeit, Perfektion und natürlicher Selektion grundlegend verändern könnten. „Besonders stark fand ich, wie der Case diese mögliche Zukunft emotional und visuell greifbar macht und dabei eine unterschwellige, aber sehr reale Angst auslöst. Genau diese Konsequenz in Idee, Storytelling und Umsetzung hebt die Arbeit für mich besonders hervor.“

„Vitamin Z“ von Benjamin Branner ist Johanna Zocher besonders stark im Kopf geblieben. Denn der Case erzähle ein relevantes Umweltproblem aus einer unerwarteten Perspektive. Die Idee, das Thema über ein vermeintliches Supplement aufzuladen, mache neugierig und führe smart zur zentralen Botschaft: „Umweltgesundheit ist Teil ganzheitlicher Gesundheit.“ Statt moralisch zu belehren, schaffe die Kampagne Aufmerksamkeit, aktiviere Raucher:innen und mache die Auswirkungen von Zigarettenstummeln greifbar. „Besonders gelungen finde ich, wie die Idee nicht nur kreativ überrascht, sondern gleichzeitig eine klare gesellschaftliche Relevanz transportiert.“