Patientenorganisationen und Selbsthilfegruppen leisten täglich einen entscheidenden Beitrag für eine bessere Versorgung und mehr Lebensqualität. Sie informieren, begleiten und geben Betroffenen eine Stimme – oft mit begrenzten Ressourcen. Genau hier setzt der vom Pharmaunternehmen Daiichi Sankyo initiierte O-Mamori Award an: Er macht Engagement sichtbar, stärkt Netzwerke und fördert Ideen, die den Alltag von Patient:innen und Angehörigen nachhaltig verbessern. Namensgeber sind die japanischen „O-Mamori“, kleine Glücksbringer, die für Schutz und Zuversicht stehen.

„Unser Unternehmen blickt auf eine über 100-jährige Tradition gesellschaftlichen Engagements zurück. Mit dem O-Mamori Award möchten wir Initiativen würdigen, die mit großem persönlichem Einsatz dazu beitragen, die Versorgung von Patientinnen und Patienten zu verbessern und ihnen mehr Lebensqualität zu ermöglichen“, sagt Benoit Creveau, Geschäftsführer von Daiichi Sankyo Deutschland.
 
Ideen, die Herzen schützen

In der Kategorie Kardiologie zeichnete die Jury zwei Projekte aus, die innovative Wege in der Unterstützung von Patient:innen und ihren Familien gehen.

Das Projekt „Cuddling Creatures“ (1.Preis) unterstützt in Zusammenarbeit mit der Stiftung „Kinderherzen München“ herzkranke Neugeborene und ihre Familien während belastender Intensivaufenthalte. Spezielle Kuscheltiere, die den Duft und die Stimme der Eltern aufnehmen können, fördern emotionale Nähe und tragen dazu bei, Stress und Unsicherheit bei Säuglingen und Eltern zu reduzieren. „Gerade in den ersten Lebenswochen ist Nähe für herzkranke Babys entscheidend. Mit unseren Kuscheltieren möchten wir Eltern und Kinder emotional verbinden – auch dann, wenn sie räumlich getrennt sind“, erklärte Antonia Rogler von der Stiftung kinderherzen.

Der zweite Preis ging an das Projekt „Defi-Telefon“, mit dem der Verein „HERZ IN TAKT Defi-Liga“ Menschen mit implantiertem Defibrillator und ihren Angehörigen eine niedrigschwellige telefonische Unterstützung bietet. 35 ehrenamtliche Ansprechpartner:innen helfen bei Fragen zum Alltag, vermitteln Kontakte zu Fachstellen und bieten emotionale Unterstützung.
 
Sonderpreise für Innovationen und Exzellenz in der Patientenaufklärung

Den Sonderpreis „Innovative und kreative Patientenunterstützung“ erhielt die Lern-App „Krümel-Helden“. Entwickelt von der Initiative Krümelkiste gemeinsam mit dem Bundesverband Williams-Beuren-Syndrom, stärkt sie die Sozialkompetenzen von Menschen mit seltenen genetischen Erkrankungen. Durch realitätsnahe Trainingssituationen werden Nutzer:innen sensibilisiert und in ihrem Alltag unterstützt.

Der Sonderpreis „Exzellenz in Patientenaufklärung und Alltagssupport“ ging an das Projekt „Reha auf Ziel“ des Landesverbands Sachsen für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Verein nutzt dabei ein strukturiertes, digital unterstütztes Schulungsprogramm für das Lipidmanagement in der Rehabilitation. Ziel ist es, die langfristige kardiovaskuläre Gesundheit von Patient:innen nach einem Herzinfarkt zu verbessern.

Gemeinsam stark gegen Krebs

In der Kategorie Onkologie wurden zwei Projekte ausgezeichnet, die Betroffene und ihre Familien in herausfordernden Lebenssituationen begleiten.

Den Hauptpreis erhielt der Verein „Pro Mater Sano“, der bundesweit krebskranke Schwangere sowie Mütter mit Babys oder Kleinkindern unterstützt. Das Angebot reicht von psychosozialer Beratung bis hin zur Unterstützung bei organisatorischen und familiären Herausforderungen.

Den zweiten Platz belegte das Projekt „Auszeit vom Krebs“. Die Saarländische Krebsgesellschaft schafft damit gezielte Entlastungsangebote für Kinder krebskranker Eltern. Durch regelmäßige gemeinsame Aktivitäten erleben Familien Momente der Stabilität und Gemeinschaft außerhalb des belastenden Krankheitsalltags. „Kinder brauchen Stabilität und positive Erlebnisse – besonders dann, wenn ein Elternteil schwer erkrankt ist. Unsere Angebote schaffen Räume für Austausch, Entlastung und neue Kraft für die ganze Familie“, sagte Sabine Rubai vom Projekt Auszeit vom Krebs.

Sonderpreis für ganzheitliche Unterstützung und Publikumsentscheid

Den Sonderpreis „Ganzheitliche Unterstützung von Patienten und ihren Angehörigen“ erhielt die „Sonneninsel Seekirchen“, die als psychosoziales Nachsorgezentrum umfassende Unterstützung für Familien mit krebskranken Kindern bietet. Mit einem multiprofessionellen Ansatz stärkt das Projekt die Resilienz von Familien und begleitet sie auf ihrem Weg zurück in den Alltag.

Der Publikumspreis ging ebenfalls an das Projekt Pro Mater Sano, das sich in einer geheimen Abstimmung aller Teilnehmenden durchsetzen konnte.

Große Resonanz und vielfältige Projekte

Mit 55 eingereichten Projekten aus Deutschland und Österreich erzielte der O-Mamori Award große Resonanz. Alle Bewerber:innen präsentierten ihre Initiativen im Rahmen einer Posterausstellung, die den Austausch zwischen den Vertreter:innen der Projekte, Jury-Mitgliedern und Gästen förderte und die Vielfalt des Engagements sichtbar machte.

„Viele der ausgezeichneten Projekte setzen genau dort an, wo die medizinische Versorgung an ihre Grenzen stößt – etwa in der Begleitung nach der Therapie, im Alltag oder bei der Unterstützung von Familienangehörigen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zu einer ganzheitlichen Versorgung und sind ein wesentlicher Bestandteil moderner Onkologie“, sagte Prof. Dr. Sebastian Stintzing, Onkologe an der Charité-Universitätsmedizin Berlin und Mitglied der Jury.

Jury-Mitglied Prof. Dr. Konstantin Krychtiuk, Kardiologe am Universitätsklinikum AKH Wien, würdigte die Gewinner: „Die ausgezeichneten Projekte im Bereich Herzerkrankungen greifen unterschiedliche Bedürfnisse bei der langfristigen Versorgung kardiologischer Patient:innen auf und zeigen, wie wichtig gerade auch die psychosoziale Unterstützung für einen nachhaltigen Therapieerfolg ist.“

Elisabeth Keil, Geschäftsführerin Daiichi Sankyo Austria, ergänzte: „Patientenorganisationen und Selbsthilfegruppen bringen großes Engagement und Erfahrung in die Therapie mit ein und verbessern so die Lebensqualität von Betroffenen spürbar. Mit dem O-Mamori Award möchten wir dazu beitragen, dieses Engagement sichtbar zu machen und weiter zu stärken.“