Claudia Díaz Sánchez: „Wir reagieren mit dem Female-led Collective auf den spürbaren gesellschaftlichen Backlash, in dem Gleichstellungsthemen zunehmend relativiert oder individualisiert werden, auch und gerade bei Führungsthemen. Die aktuellen Diskussionen um den Weltfrauentag, der am 8. März stattfindet, zeigen dies einmal mehr als deutlich.”

Gemeinsam mit aktuell rund 30 Forenmitgliedern wollen Notz, Sánchez und Schlotthauer strukturelle Hürden wie Macht- und Zugangsmechanismen in der Arbeitswelt abbauen, weibliche Talente konsequent auf Führungspositionen vorbereiten und den Austausch von Frauen in Führung stärken. Das Female-led Collective ist bereits zweimal zusammengekommen. In diesen Arbeitstreffen wurden zentrale Handlungsfelder defi niert und konkrete Maßnahmen entwickelt, darunter ein branchenweites Sponsorship-Programm sowie das Allyship-Programm „Allies for Female Leaders“.

Kim Notz: „Wir wollen keine Debatte über Befindlichkeiten führen, sondern über Macht, Zugang und Verantwortung. Female-led heißt: Wir übernehmen Führung und laden Männer ein, diesen Wandel aktiv mitzugestalten.” Im Fokus: Karrieren fördern, Hürden abbauen Im Fokus des Collectives stehen der Aufbau von Sponsorship- und Allyship-Programmen. Schlotthauer betont: „Sponsorship heißt bei uns nicht begleiten, sondern handeln.“ Anders als klassische Mentorship-Ansätze setze das Programm auf einen messbaren Einsatz für den Karrierefortschritt – durch aktive Türöffnungen, etwa via Nominierungen für Schlüsselprojekte, Gremien, Panels, Interviews oder strategische Kooperationen.

Ergänzend wird das Programm „Allies for Female Leaders“ als erstes branchenweites, zertifiziertes Qualifizierungsangebot Allyship als professionelle Führungs- und Verantwortungskompetenz etablieren. „Strukturelle Veränderung in Führung gelingt nur mit männlichen Allies. Deshalb verstehen wir Allyship als gemeinsame Verantwortung – und wollen gezielt Männer dafür gewinnen, sich aktiv einzubringen”, betont Laura Schlotthauer.

Bereits mit an Bord sind Reinhard Patzschke (Grabarz & Partner), Benjamin Pleißner (Heimat), Christian Rätsch (BBDO), Gunnar W. Hintz (add2) und Thomas Knüwer (Accenture Song). Ergänzend ist das Female-led Collective bereits mit regionalen Hosts in Nord, Ost, West und Süd aufgestellt. So wird das Netzwerk bundesweit verankert, schafft kontinuierliche regionale Austauschformate und stärkt strukturelle Sichtbarkeit in der Branche.