Aktuelle Daten belegen erhebliche Vorbehalte gegenüber dem Gesundheitssystem in Deutschland: Laut der BCN-Studie „Deutschland Puls“ vertrauen nur etwa 22 Prozent der Befragten dem Gesundheitssystem und nur 14 Prozent der Gesundheitspolitik. Dies geht einher mit einer niedrigen Zufriedenheit (20 Prozent) insgesamt – ein Umfeld, das Präventionsangebote besonders herausfordernd macht.
Gleichzeitig bietet Prävention die Chance, nicht nur Krankheiten zu verhindern, sondern auch Ressourcen und finanzielle Mittel einzusparen. 40 Prozent aller Krebsneuerkrankungen ließen sich durch Primärprävention verhindern, unter Berücksichtigung der Sekundärprävention (Vorsorge und Früherkennung) sogar 60 Prozent aller Krebstodesfälle. Die WHO hat daher zum Weltkrebstag 2026 den Europäischen Kodex gegen Krebs aktualisiert und 14 Empfehlungen für wirksame Krebsprävention explizit mit politischen Empfehlungen versehen.
Präventionsbotschaft trifft auf positive Erinnerungen
Zum 25. Jubiläum des bundesweiten Darmkrebsmonats März vertraut die Felix Burda Stiftung auf die emotionale Kraft der Kult-Serie „Die Schwarzwaldklinik“. Die Awareness-Kampagne 2026 setzt gezielt auf positive Erinnerungen und echte nostalgische Bilder, um Gesundheitsbotschaften neu zu verankern.
Die Kernzielgruppe der gesetzlichen Darmkrebsvorsorge sind Frauen und Männer ab 50 Jahren. Diese Generation ist mit der Serie „Die Schwarzwaldklinik“ aufgewachsen und saß wie die halbe Republik (Marktanteil bis zu 60%) damals samstags mit der Familie vor dem Fernseher, um Klausjürgen Wussow, Gaby Dohm und Sascha Hehn zu sehen. Die Stimmung war heiter, die Schwarzwaldklinik eine seriöse Institution und deren Ärzte Personen des unbedingten Vertrauens.
Die ikonische Titelmelodie, der Schriftzug im goldenen Rahmen und die Bilder des Klinikgebäudes im Glottertal schaffen Aufmerksamkeit und wecken positive Erinnerungen bei den heutigen Anspruchsberechtigten.
„Diese Kampagne trifft ins Herz der Zielgruppe und holt sie emotional in ihrer Kindheit und frühen Jugend ab, als „die Welt noch in Ordnung“ war. Die Idee, die Erkenntnisse von heute mit den Bildern von damals zu erzählen, hat mich als 'Schwarzwaldklinik'-Fan sofort begeistert“, freut sich Prof. Dr. med. Heidrun M. Thaiss, Executive Director Medicine & Science, über das Kampagnenkonzept von Serviceplan BOOSTing Health.
In acht TV-Spots werden Mythen und Klischees mit der Stimme von Schauspieler Sky du Mont in Frage gestellt und mit Originalsequenzen der Erfolgsserie humoristisch beantwortet, bevor Schauspielerin Barbara Wussow (Serienfigur „Schwester Elke“) im Voice Over mit seriösen Informationen und dem Appell, zum Arzt zu gehen, endet.
So werden u.a. die Fragen beantwortet, ob man zur Vorsorge gehen sollte, obwohl man sich gesund fühlt; ob eine Darmspiegelung schmerzhaft ist; wie man das Krebsrisiko senkt und welche Vorsorge es gegen Krebs gibt.
Zur YouTube-Playlist "Die Schwarzwaldklinik informiert" geht es hier.
