Gäste von Ranga Yogeshwar sind Georgia Näder (28), Regional President Western Europe und Ur-Enkelin des Firmengründers Otto Bock, und Oliver Jakobi (57), CEO des Medtech-Unternehmens, der seine Karriere dort vor 35 Jahren als Auszubildender begann. Was beide verbindet: der gemeinsame Anspruch, mit Innovationen das Leben von Menschen weltweit zu verbessern und die Zukunft der Bionik zu gestalten.
Ein Gespräch über Innovationen, Nutzerfokus und Zukunft
In der Abschlussfolge blicken Georgia Näder und Oliver Jakobi gemeinsam darauf, was Ottobock im Kern ausmacht. Sie sprechen über ihre persönlichen Erfahrungen, die Bedeutung unternehmerischer Verantwortung und darüber, welche technologischen Entwicklungen die Zukunft der Versorgung prägen.
Georgia Näder beschreibt, wie Innovationen künftig enger verzahnt werden: Künstliche Intelligenz ermöglicht natürlichere Bewegungen von Prothesen, neurologische Schnittstellen schließen die Lücke zwischen Intention und Handlung, und Hilfsmittel reagieren zunehmend intuitiv. „Am Ende geht es darum, Mobilität durch KI, Neurotechnik und Sensorik persönlicher und natürlicher zu machen“, sagt sie. „Dieses Ziel erfordert technologische Präzision, aber vor allem ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer.“
Aus diesem Grund hat Ottobock die Orientierung an den Anwendern fest in der Produktentwicklung verankert. Das Unternehmen führt systematisch Nutzerinterviews, bezieht Marktrückmeldungen früh ein und profitiert durch die eigenen Patientenversorgungen von unmittelbaren Einblicken in Wünsche, Anforderungen und Alltagsrealitäten. „Unsere Produkte müssen sich dem Menschen anpassen – nicht der Mensch der Technologie“, sagt Oliver Jakobi. „Funktionen müssen echten Mehrwert bieten, klar verständlich sein und intuitiv bedient werden.“
Ein wichtiges Zukunftsfeld sehen Georgia Näder und Oliver Jakobi in der Versorgung von Menschen mit neurologischen Erkrankungen wie MS, Zerebralparese oder Schlaganfall. Heute setzt Ottobock mit Lösungen wie dem Exopulse Suit bereits wichtige Impulse. Künftig sollen neuro-orthetische Ansätze Patienten noch umfassender unterstützen, etwa in der Rehabilitation. „Viele Patienten mit Lähmungen werden direkt in den Rollstuhl gesetzt, dabei können sie oft stehen oder kurze Strecken gehen“, so Oliver Jakobi. „Mit der richtigen Technologie schaffen wir es, Betroffene von Anfang an zu mobilisieren, so dass der Rollstuhl zum Backup wird und keine Dauerlösung.“
Außergewöhnliche Gäste und Ideen
Die acht Folgen von „Taste of Bionics“ zeigen, wie vielfältig die Schnittstelle zwischen Mensch und Technik heute ist, und wie Menschen aus Wissenschaft, Medizin, Entwicklung, Sport und Wirtschaft die Grenzen des Machbaren verschieben. Ranga Yogeshwar sagt: „Mich begeistern Begegnungen mit Menschen, die für ihre Themen brennen. Ihre unterschiedlichen Perspektiven zeigen, wie Bionik Wirkung entfaltet: Innovation entsteht nicht im Labor, sondern im Austausch mit engagierten Persönlichkeiten.“
Der (Video-)Podcast ist auf allen gängigen Plattformen sowie YouTube verfügbar.
