Wer häufiger mit Media-Reportings oder auch Daten-Dashboards zu tun hat, die die Leistungswerte digitaler Marketingmaßnahmen wie Werbeschaltungen in HCP-Newslettern erfassen, kenne das Problem, so Fokken: Öffnungsraten von über 100 % oder Klickraten, die zu gut aussehen im Vergleich zu anderen Maßnahmen, machten es immer schwerer, aus diesen Werten qualitative Ableitungen über den realen Impact der Leistungen abzuleiten.

Durch die Heterogenität bei den technischen Systemen und inhaltlichen Anforderungen an die Leistungswerte entstehe eine Welt hinter den reinen Daten, die große qualitative Unterschiede erkennen lassen. Allein das Rausrechnen von nicht-menschlichen Klicks oder auch Testklicks auf die Werbungen handhaben die einzelnen HCP-Plattformen und -Publisher sehr unterschiedlich. Mit Fokus auf den realen Impact bräuchte man neue Bewertungsstandards für die Plattformen und ihre werblichen Leistungsmöglichkeiten, stellt Ihno Fokken fest. Denn aktuell würden wahrscheinlich 20 bis 40 % der Budgets im 3rd party Advertising-Bereich der Fachkommunikation im Nirvana landen, weil Leistungsträgern gepusht werden, die zwar auf den ersten Blick zum Beispiel viele Klicks erreichen, aber diese nur zu einem Teil von Menschen kommen oder aus der Zielgruppe.

Daher startet die Friesische Freiheit die Initiative "Klare Kante Daten", um Standards für die Erhebung von Leistungsdaten zu definieren. Diese Standards sollen an die Plattformen kommuniziert werden, um anschließend mit ihnen in den Dialog treten, wo sie mit ihrem System aktuell stehen. Aus diesem Dialog soll dann eine Bestandsaufnahme und ein Scoring der Anbieter entstehen, das den Unterstützenden der Initiative zur Verfügung gestellt wird.

Alle Werbetreibenden, d.h. die Unternehmen, die Budgets in die Maßnahmen und Channels investieren, sind eingeladen, sich an der Transparenzinitiative zu beteiligen. Wer von Agenturseite Interesse habe, die Initiative zu unterstützen, könne dies gemeinsam mit seinen Kunden machen.

Das Manifest der Transparenzinitiative „Klare Kante Daten“ kann unter ihno.fokken@friesischefreiheit.com angefordert werden.