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M&A-Trends in der Pharma- und Biotech-Branche

07.08.2009 02:00
Das Bild der Pharmaindustrie der letzten zehn Jahre ist geprägt durch eine Flut an Fusionen und Übernahmen. Diese Entwicklung hat nun in der ersten Jahreshälfte 2009 nochmals neue Dimensionen angenommen, da die Konsolidierung durch vier Mega-Deals erheblich vorangetrieben wurde, so die Einschätzung der Unternehmensberatung Frost & Sullivan. Dass dieser jüngste Trend schnell mit der allgemeinen Wirtschaftskrise und der damit einhergehenden Kreditknappheit in Verbindung gebracht werde, liege auf der Hand. Und doch ist dies sicherlich nicht der einzige Faktor, der hier eine Rolle spielt.

Gerade auf die Pharmariesen hat sich der Druck in den letzten Jahren immer weiter verstärkt, und ihr Wert ist zusehends gesunken. Dafür ist nicht zuletzt der traditionelle Kampf an unterschiedlichen Fronten verantwortlich, den die Unternehmen führen müssen und der häufig nicht von Erfolg gekrönt ist. Dabei geht es um den auslaufenden Patentschutz für Blockbuster-Medikamente, regulatorische Hürden, den Wettbewerb mit Generika-Herstellern, ineffiziente Ressourcennutzung oder austrocknende Produkt-Pipelines infolge geringer F&E-Aktivitäten, um nur einige Problembereiche zu nennen. Vor diesem Hintergrund war die jüngste Wirtschaftskrise dann quasi nur noch der letzte Auslöser für Fusionen und Übernahmen im großen Stil. „Attraktivste Übernahmeziele sind nach wie vor Pharmafirmen mit aussichtsreichen Wirkstoffentwicklungspipelines und geringem Risiko für auslaufende Patente," so lautet die Einschätzung von Senior Research Analyst S. Priyan von Frost & Sullivan. Diese beiden Kriterien spielten beispielsweise die Hauptrolle bei der Übernahme von Schering-Plough durch Merck & Co.: Schering-Plough, deren Portfolio hauptsächlich aus biologischen Präparaten besteht, verfügt derzeit über 18 Phase-III-Medikamente, und ihre wichtigsten Patente laufen noch lange nicht aus.

 

7. August 2009

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