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"Deutschland muss Nationalen Impfplan weiter vorantreiben"

09.07.2012 11:29
Die Sanofi Pasteur MSD GmbH begrüßt die Empfehlung der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) an den Bund, eine Geschäftsstelle beim Robert Koch-Institut (RKI) zur Umsetzung des Nationalen Impfplans einzurichten. Der Impfstoffhersteller fordert jedoch weitere Maßnahmen, um die Impfraten in Deutschland zu steigern und Impflücken zu schließen.

Deutschland sei impfmüde und gehe damit ein hohes Risiko ein: So gehöre Deutschland beispielsweise zu den fünf Ländern der WHO-Euro-Region mit den meisten Masernfällen. Zudem seien nach Schätzungen der WHO 90 Prozent der an Masern Erkrankten im Jugend- oder Erwachsenenalter und gehörten damit zu einer Patientengruppe, bei der das Risiko schwerwiegender Komplikationen erhöht sei. Zwar habe sich die Bundesrepublik den Impfzielen der WHO und EU verpflichtet, doch werde nach heutigem Stand das Ziel, die Masern bis 2015 auszurotten, nicht erreicht.

"Die Einrichtung einer Geschäftsstelle, die die Umsetzung des Nationalen Impfplans verantwortet, wäre ein Schritt in die richtige
Richtung. Weitere Maßnahmen müssen jedoch folgen. Eine bundesweite Strategie, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierend Impfziele definiert, gibt es allerdings nach wie vor nicht“, sagt Andreas Sander, Vorsitzender der Geschäftsführung von Sanofi Pasteur MSD.

Die politischen Rahmenbedingungen seien nur eine Säule, auf denen der nationale Impfschutz steht. Denn das Bewusstsein, dass nur durch hohe Durchimpfungsraten ein hoher Grad an Immunität der Bevölkerung erreicht werden kann, setze die ständige flächendeckende Aufklärung der Öffentlichkeit voraus. Dabei seien die Impfstoffhersteller bislang verlässliche Partner gewesen. Gemeinsam mit Ärzten, Krankenkassen und Institutionen hätten sie durch umfangreiches Informationsmaterial dafür gesorgt, dass das Thema Impfen in Arztpraxen und in der Öffentlichkeit präsent blieb.

Die aktuellen Maßnahmen der Kostenträger würden diese Aufklärungsarbeit jedoch gefährden. Durch neue Ausschreibungen der Krankenkassen für Impfstoffe würden regionale Monopol-Situationen geschaffen, die den Herstellern die Basis für flächendeckende Informationen entzögen. Zudem trügen Ausschreibungen nicht zu einer Verbesserung der Durchimpfungsrate bei. „Lassen Sie uns gemeinsam in den Dialog zum Thema Impfen einsteigen", fordert Sander deshalb von Politik und Kostenträgern. "Lassen Sie uns gemeinsam konkrete Maßnahmen entwickeln, wie wir auch in Deutschland die Ziele der WHO erreichen können, statt auf kurzfristige Aktionen zu setzen.“